Browse results

You are looking at 1 - 10 of 68 items for :

  • Comparative Studies & World Literature x
  • Upcoming Publications x
  • Just Published x
Clear All
Poetik der Unruhe. Pessoa - Pascal - Blanchot
Author: Hanna Sohns
In Fernando Pessoas modernistischem Hauptwerk in Prosa, seinem Buch der Unruhe wird die „Unruhe“ zum wichtigsten Zug dieses fragmentarischen Schreibens. Das Unternehmen der Fragmente lässt sich darin zusammenfassen, dass sie die Unruhe als Inbegriff des Literarischen lesbar machen.
Die vorliegende Studie nimmt die Passivität und Unruhe für das Schreiben Pessoas in den Blick, das sich hierin in ein komplexes Verhältnis zur literarischen und philosophischen Tradition (Augustinus, Montaigne und besonders Pascal) setzt und zugleich auf poststrukturalistische Theorien des Schreibens (Barthes, Blanchot) weist. Mit der Befragung einer „Poetik der Unruhe“ geht die Studie der Frage nach, inwiefern sich die moderne Literatur als etwas fassen ließe, das gerade auch als Kritik der Philosophie ein Denken vollzieht, das allein an diesem Ort des Schreibens, nämlich nur in seinem poetischen Vollzug der Passivität erfolgen kann: Die Studie behauptet für dieses Schreiben eine hierfür eingebrachte „Pathopoiesis“, eine poetische Hervorbringung also von páthos als Bedingung wie Erfahrung literarischen Schreibens.
Dantes Commedia verdankt ihre anhaltende Faszination einer zeitgenössisch bereits wahrgenommenen, aber in der Forschung bislang kaum gewürdigten Poetik des Ungesagten.
In Auseinandersetzung mit politischen und religiösen Begrenzungen der Rede verleiht Dante den ungesagt bleibenden Dingen mit poetischen Mitteln eine neue Form. Die Leerstelle zieht die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich und fordert zum Kommentar heraus. An ihr entzündet sich eine potentiell gefährliche Lust am Lesen. Dantes Momente des Schweigens begründen die Resonanz seines Werks mit der jeweiligen Gegenwart. Mit dem Ungesagten reklamiert Dante für die profane volkssprachliche Dichtung eine Dimension von Textualität, wie sie sonst nur der Heiligen Schrift zukommt und die Erich Auerbach als Stilart des Alten Testaments bezeichnet hat.
Eine interaktive Gattungstheorie
Das vorliegende Buch erzählt die Geschichte der Hörlyrik, eine Gattung, die im digitalen Zeitalter insbesondere durch das Berliner Portal Lyrikline sowie die US-amerikanischen Portale PennSound und UbuWeb bekannt geworden ist. Vor dem Hintergrund der in diesen weltweit größten Webseiten für Hörlyrik abrufbaren Originallesungen zeigt das Buch, wie stark moderne Lyrik gerade in Deutschland von der US-amerikanischen Moderne geprägt wurde. Denn große Dichter dieser Moderne wie etwa Ezra Pound, William Carlos Williams, Charles Olson oder John Ashbery entwickelten eine von Reim und Metrik befreite lyrische Form, die sich an Prosarhythmen, Alltagssprache oder Musikstilen wie Jazz orientierte, und deren Einfluss in Deutschland bis heute enorm ist.
Um diese neuen lyrischen Ausdrucksformen nachvollziehbar zu machen, geht dieses Buch neue Wege. Es ist interaktiv, da man es beim Lesen auch hören kann. Wenn man mit der Kamera-App eines Smartphones den neben den diskutierten Gedichten platzierten QR-Code ausliest, lässt sich jedes Gedicht in einer Originallesung auch hören. Zudem stellt dieses Buch mit der „free verse prosody“ eine bisher in Deutschland kaum bekannte Theorie vor, anhand derer sich freirhythmische Lyrik auch und vor allem in gelesener Form erstmals genauer verstehen lässt.
In: Hörlyrik
In: Hörlyrik
In: Hörlyrik
In: Hörlyrik
Author: Kevin Kuhn
Romane sind im Schreibakt oftmals schwer überschaubare Gebilde. Ästhetische Romanentwürfe (Skizzen, Diagramme, Schemata etc.) dienen den Entwerfenden als visuelle Hilfsmittel und geschützte Spielräume, um komplexe narrative Gefüge auf einen Blick sichtbar und handhabbar zu machen.
Kevin Kuhn wirft erstmalig ein breites Schlaglicht auf ästhetische Romanentwürfe als entscheidende Gegenstände des Schreibens. Grundlegend fragt die Studie nach ihren Funktionen und wie sie von Seiten einer gegenstandsorientierten Literaturwissenschaft methodisch beschrieben werden können. Hierbei öffnet sich der Blick auf die Materialität, Schriftbildlichkeit und Handhabung dieser Gegenstände und gibt faszinierende Einblicke in Kreativ- und Wissensbildungsprozesse. Anhand von Heinrich Böll und Sylvia Plath wird beleuchtet, wie derartige Entwürfe im Grenzbereich von Bild und Schrift den dynamischen Aufbau einer Romanbühne und das Aufeinanderstoßen der Figuren ermöglichen.
In: Die Ästhetik des Romanentwurfs
In: Die Ästhetik des Romanentwurfs