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Eine Archäologie der Gegenwartskunst
Author: Helmut Draxler
Das Buch rekonstruiert die historischen und symbolischen Voraussetzungen von Gegenwartskunst in der Niederländischen Malerei zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert.
Hat Gegenwartskunst eine Geschichte? Diese Studie versucht, hinter die Begründungsmythen von Moderne und Gegenwartskunst als heroische Überwindungsleistungen alles Alten im Namen eines Neuen zu blicken. Eine Tradition des Gegenwartsbezugs von Kunst wird hierbei sichtbar, die tief in jener Geschichte verwurzelt ist, als die Malerei begann, um ihren Status als Kunst zu ringen. Die historischen Niederlande zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert stellen den exemplarischen Schauplatz dieses Ringens dar. Durch den Verlust vorgegebener Wahrheiten und Funktionen entwickelt die Malerei – im Spannungsfeld zwischen ökonomischen, politischen und religiösen Krisen – Strategien der Selbstbehauptung als Kunst. Anhand besonderer Bildideen – dem Bild als Schwelle, dem antagonistischen, dem analytischen und dem synthetischen Bild – wird die Wirkmächtigkeit dieser Strategien nachvollzogen und so das Nachleben der Niederländischen Malerei als Gegenwartskunst erfasst.
Kunstgeschichte in eigener Sache
Wer PRO DOMO redet, spricht ‚für das eigene Haus‘, das heißt in eigener Sache. Auf welche Weise Vertraute von KünstlerInnen aktiv und nachhaltig Kunstgeschichte gestalten, untersucht dieser Band.
Aus dem direkten Umfeld von KünstlerInnen versuchen sich immer wieder Personen an einer PRO DOMO-Kunstgeschichte: als Text, Fotoreportage oder Film. Solche Formen einer oft dezidiert parteiischen Kunstgeschichtsschreibung werden hier erstmals umfassend analysiert. Den Ausgangspunkt bilden Schriften, die meist im unmittelbaren Umfeld von KünstlerInnen ‒ zuweilen auch in direkter Kooperation ‒ entstanden sind und die somit gleichsam für diese das Wort ergreifen. Thematisch spannt das Buch einen Bogen von den Anfängen im 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart und fragt auch danach, was dieses PRO DOMO-Prinzip für die Kunstgeschichte insgesamt bedeutet und wie heute mit einer solchen Involvierung umzugehen ist.
Die Bedeutung von materiellen Artefakten, die in ihrer Form unverändert bleiben, kann sich durch räumliche Bezüge und durch den Wechsel des Kontexts verändern.
Durch die räumliche Zuordnung inszeniert, können Artefakte inhaltlich festgelegt oder akzentuiert werden bzw. eine neue Bedeutung erlangen. Inhaltlich festgelegte Artefakte können durch ihre Aufstellung einen Raum, manchmal eine ganze Landschaft, neu undspezifisch deuten. Dabei lassen sich verschiedene Ausprägungen von Kontextwechseln finden. .
In diesem Band werden räumliche, historische, topografische und diskursive Kontextwechsel in Fallbeispielen analysiert und deren Bedeutungen und Überschneidungen kritisch reflektiert. So zeigen Artefakte der Antike, wie Bildwerke gezielt aus ihren ursprünglichen Aufstellungskontexten herausgelöst und neu integriert worden sind, wobei dies entsprechend oder entgegen der älteren Verwendung geschehen konnte. Für die Neuzeit lässt sich zeigen, dass sich durch die Sammlung und die Anordnung von Artefakten Wissenssysteme etablieren und stabilisieren lassen. Hier schließen sich Fragen an: etwa nach der Verwendung von Gegenständen, die eigens für Reisen und den Transfer in andere kulturelle Bereiche geschaffen worden sind; oder nach der Rolle von durch Migrant*innen mitgebrachte Objekte als Identitätsmarker.
Der Band stellt die Beiträge einer Tagung zusammen, die das Internationale Kolleg Morphomata gemeinsam mit der École Pratique des Hautes Études in Paris durchgeführt hat.
Formate bildlicher Darstellungen ergeben sich aus dem Kontext der Anbringung, denn der Ort, an dem sie sich einfügen müssen, bestimmt ihre Größe. Wenn für das antike dreidimensionale Porträt Lebensgröße als Maßstab üblich war, so mussten Abweichungen davon umso auffälliger erscheinen. Die Beiträge untersuchen die Wechselwirkung von Format und Funktion, die das Porträt in unterschiedlichsten Bereichen zur Geltung bringen konnte.
Les formats de la représentation figurée sont fonction bien souvent du contexte d’exposition, car le lieu des-tiné à les accueillir détermine leur dimension. Comme un format proche de la nature était habituel pour le portrait antique en trois dimensions, les écarts par rapport à cette norme devaient paraître d’autant plus sensibles. Les contributions portent sur les interactions entre format et fonction, qui pouvaient conférer sa valeur au portrait dans des domaines très différents.
Jenseits von Mimesis und Repräsentation
Editor: Thierry Greub
Noch immer wird das Phänomen ›Porträt‹ im kunsthistorischen Diskurs zumeist unter Begrifflichkeiten wie Identität, Individualität, Repräsentation oder Ähnlichkeit diskutiert. Zeitgenössische amimetische, konzeptuelle und performative Porträtformen werden mit solchen Konzepten jedoch nicht mehr vollständig eingeholt. Der Band befragt deshalb einerseits kritisch diese traditionellen, mimetischen Begriffe anhand von Fallstudien. Andererseits werden ihnen dynamische und offene Konzepte (teils aus Nachbardisziplinen) wie Spur, Berührung, Fraktalität, Defazialisierung oder Dividualität an die Seite gestellt, um den kunsthistorischen Porträt-Begriff in einem fachübergreifenden Diskurs aufzufächern, der auch die Digitalisierung umfasst. ›Porträt‹ wird somit explizit als Konstruktion, self-fashioning und konzeptuelle Praxis des Performativen betrachtet.
Kunsttheorie durch interdisziplinäre Methodik. Bild-Abstraktion – Atonalität – Mathematik
Author: Shoka Golsabahi
Die Autorin unternimmt den Versuch Adorno’s Begriff des Zeitgeistes methodisch auf kunsttheoretische Fragen anzuwenden. Können kunsttheoretische Fragen denkerisch gelöst werden, ohne Künstlerbiographien zu Rate zu ziehen, bzw. können Fragen einer Disziplin Antworten auf Fragen andere Disziplinen geben?