Aufzeichnungen eines Blinden

Das Selbstporträt und andere Ruinen
Aus dem Französischen von Andreas Knop und Michael Wetzel
1. Aufl. 2008, 166 Seiten, Franz. Broschur
ISBN: 978-3-7705-3018-2
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Informationen zum Buch

»Ich schreibe, ohne es zu sehen. Ich bin gekommen. Ich wollte Ihnen die Hand küssen. Es ist das erste Mal, das ich im Dunkeln schreibe, ohne zu wissen, ob ich Buchsta­ben bilde. Überall, wo nichts auf dem Blatt stehet, sollen Sie lesen, dass ich Sie liebe«.

 

Mit diesem Zitat aus einem Brief Diderots an Sophie Voll­and eröffnet Jacques Derrida seinen brillanten Essay über Malerei, Zeichnung, Visionen, Blindheit, Selbstportraits, Va­terschaft, Konversionen, Konfessionen und Tränen. In den Aufzeichnungen eines Blinden geht es um das Sehen in der Malerei und Zeichnung und dessen Zusammenhang in ei­nem Sehen jenseits der Sinne: visionäre Einsichten oder Er­leuchtungen, die in der Malerei oft als Blendung und Erblin­den dargestellt werden. Der Künstler sieht nicht, was er darstellt, so Derridas These, er arbeitet blind aus dem Ge­dächtnis und für das Gedächtnis.