Mythos: Gemeinschaft

Körper- und Tanzkulturen in der Moderne
1. Aufl. 2000, 279 Seiten, Kt.
ISBN: 978-3-7705-3366-4
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Informationen zum Buch

Inge Baxmanns beeindruckende Untersuchung über die Gemeinschaft als Mythos weist nach, daß der Körper in der Moderne keinesfalls einfach unterdrückt, verdrängt oder verdeckt worden ist. Im Gegenteil ist er vielfältig besprochen, untersucht und wissenschaftlich wie kulturell besetzt worden. Fabrik, Großstadt, Massenveranstaltungen und Entertainment haben ihn so geprägt, daß Medien- und Technikinnovationen wie Film, Grammophon und Typewriter mit körperlichen Praktiken wie Tanz, Theater, Trancetechniken und Aufmärschen eine eigentümliche Amalgamierung eingehen konnten. Ihr Ziel und Ergebnis war die Erzeugung eines Gemeinschafts- und Massenkörpers, in dem die oftmals beklagte Isolierung und Atomisierung, die Abstraktion und Apparathaftigkeit in der Moderne überwunden werden konnte. Körperpolitik steht so gegen das "stahlharte Gehäuse" (Max Weber) aus Kapitalismus und Bürokratie. Ihre Kraft ist das Imaginäre und das kollektive Unbewußte.