Lebenswelt und Sprache

Eine Studie zu Husserl, Quine und Wittgenstein
1. Aufl. 2000, 347 Seiten, Kt.
ISBN: 978-3-7705-3413-5
EUR 48.90 / CHF 59.70
erschienen in der Reihe:
Band: 12

Informationen zum Buch

Während Frege als Begründer der modernen Prädikatenlogik zum Wegbereiter sprachlogischer Untersuchungen wurde, herrscht nach wie vor das Vorurteil, daß Husserl zum Thema Sprache allenfalls Marginales beizutragen hätte. Anders als Frege will Husserl den Sinnbegriff nicht auf den Bereich des sprachlich Mitteilbaren beschränken. Da für die Phänomenologie die Wirklichkeit nicht abzutrennen ist von den Erlebnisweisen, in denen sie sich uns darstellt, hat Sinn stattgefunden, bevor sich die Sprache zu Wort meldet.

 

Im Zentrum der Arbeit steht der Zusammenhang von Lebenswelt und Sprache: Das Leben in der Welt findet seine sprachliche Artikulation, so wie umgekehrt das Sprechen seine lebensweltliche und situative Verankerung hat. Die Verflechtung von Sprache und Erfahrung erfordert einen Sinnbegriff eigener Art, der weder einer psychogenetischen Herleitung aus physischen Reizen noch dem schlichten Blick auf unser regelgeleitetes Verhalten zugänglich ist.