Experimentelle Semiotik in den Literaturavantgarden

Über die Wiener Gruppe mit Bezug auf die Konkrete Poesie
1. Aufl. 2001, 346 Seiten, kart.
ISBN: 978-3-7705-3450-0
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erschienen in der Reihe:
Grenzgänge in Literatur, Kunst und Medien
Band: 1

Informationen zum Buch

Mit einem beispiellosen theoretischen und praktischen Aufwand versuchte die Wiener Gruppe, etablierte Werte und realitätskonstitutive Symbolordnungen in ihren Grundfesten zu erschüttern. Die Mittel reichten von seriellen Formzerstörungen über die Dezentrierung "diskursiver Ordnungen" (Derrida, Foucault) bis hin zur aktionistischen Fiktionalisierung von Situationsdefinitionen. In einiger Hinsicht kann man also von einem Poststrukturalismus avant la lettre sprechen. Mit ihm hebt sich die Wiener Gruppe nicht nur von tradierten Literaturmodellen, sondern auch von jener Ästhetik der Selbstidentität ab, die Autoren wie Gomringer oder S.J. Schmidt vertreten. Am Leitfaden von exemplarischen Mikroanalysen entwickelt Backes ein Begriffsinstrumentarium, mit dem sich die experimentelle Semiotik der Wiener Gruppe im Verhältnis zur Konkreten Poesie adäquat erschließen und historisch situieren läßt.