Freiheit und Vernunft in der unversöhnten Moderne

Max Webers kritischer Dezisionismus als Herausforderung des politischen Liberalismus
1. Aufl. 2002, 371 Seiten, kart.
ISBN: 978-3-7705-3683-2
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Informationen zum Buch

Schwaabes Buch bietet eine Einführung in das politische Denken Max Webers, die zugleich als Analyse des Politischen in der Moderne gelesen werden kann. Ausgehend von Webers Bild einer unversöhnten Moderne wird das prekäre Verhältnis von Freiheit und Vernunft beschrieben, das sich aus dem spätestens mit Nietzsche aufgeworfenen Begrün-dungsproblem praktischer Philosophie ergibt. Webers Antwort sucht die radikale Redlichkeit Nietzsches mit dem freiheitlichen Anliegen des Liberalen zu vereinen: ein ebenso um Mündigkeit wie um Willensstärke bemühter "kritischer Dezisionismus". Die Ambivalenz, die sich sowohl in Webers "Ethik der Autonomie" wie auch in seiner Kon-zeption des Politischen zeigt, wird nicht als Mangel, sondern als Grundzug der conditio humana in der Moderne begriffen. Webers Denken, so zeigt sich unter anderem in Auseinandersetzung mit Habermas, Rawls und Rorty, ist gerade für den politischen Liberalismus unverzichtbar.