Sprachkonzeptionen im metahistorischen Roman

Diskursspezifische Ausprägungen des "Linguistic Turn" in "Critical Theory", Geschichtstheorie und Geschichtsfiktion (1970-1990)
1. Aufl. 2002, 322 Seiten, Kt.
ISBN: 978-3-7705-3732-7
EUR 65.00 / CHF 79.30
erschienen in der Reihe:
Band: 13

Informationen zum Buch

Ausgehend von der These, daß der Linguistic Turn in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts alle kulturellen Diskurse beherrscht, untersucht die vorliegende Arbeit das je diskursspezifische Interesse der Critical Theory, der Geschichtstheorie und der Geschichtsfiktion am Phänomen Sprache. Sie geht dabei der Frage nach, worin das Besondere der geschichtsfiktionalen Auseinandersetzung mit dem sprachlichen Medium besteht. In ihrem Beitrag zur Bestimmung der Funktion von Literatur im kulturellen Diskurs des Untersuchungszeitraumes (1970-1990) zeigt Rennhak, daß sich die metahistorischen Romane durch eine enorme Heterogenität an sprachtheoretischen Konzepten auszeichnen und daß allein der geschichtsfikionale Diskurs eine radikale Infragestellung der Leistungs- fähigkeit von Sprache mit Fragen nach dem Sinn und nach möglichen Formen einer Beschäftigung mit der Vergangheit in Einklang zu bringen vermag.