Das Erzählen in frühen Hochkulturen

I. Der Fall Ägypten
1. Aufl. 2009, 396 Seiten, kart.
ISBN: 978-3-7705-4510-0
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erschienen in der Reihe:
Band: 1

Informationen zum Buch

BUCHINFORMATIONDas Erzählen in frühen Hochkulturen widmet sich in seinem ersten Band »Der Fall Ägypten« der Vielfalt erzählerischer Funktionen und Kontexte in der altägyptischen Kultur. Das Erzählen spielte in frühen Hochkulturen wie dem Alten Ägypten eine wesentlich größere Rolle als in unseren modernen Kulturen. Neben dem alltäglichen Erzählen erfuhr das außeralltägliche, besonders geformte Erzählen eine hervorgehobene Bedeutung – beispielsweise im Kontext von Ritualen oder bei der Fundierung religiöser und moralischer Vorstellungen.

Überliefert sind uns aus Ägypten nahezu ausschließlich solche außeralltäglichen Erzählungen in Schriftform. Sie sind ein wichtiger Informant für die religiöse, politische und soziale Ideenwelt dieser Kultur und für den Stellenwert des Erzählens in ihr. Das fordert zu einer intensiven Beschäftigung mit den Erzählungen heraus, die sich in der Ägyptologie in den letzten zwei Jahrzehnten etwas zu eindimensional in einer literaturwissenschaftlichen Offensive niedergeschlagen hat.