Mediale Mobilmachung III

Das Kino der Bundesrepublik Deutschland als Kulturindustrie (1950-1962)
1. Aufl. 2009, 486 Seiten, kart.
ISBN: 978-3-7705-4536-0
EUR 61.00 / CHF 74.40
erschienen in dem Werk:
Die Reihe ist mit Erscheinen von Band 8 abgeschlossen.
Band: 6

Informationen zum Buch

Der Film der 50er Jahre gilt nach wie vor als ideologisch restaurativ und künstlerisch uninteressant; zudem habe er nicht einmal kommerziell wirklich reüssieren können. Der Band Mediale Mobilmachung versteht sich demgegenüber als ein Beitrag, im Kino der Adenauerzeit Merkmale einer kommerziell wie künstlerisch durchaus erfolgreichen ›Kulturindustrie‹ zu entdecken.

 

Der dazu erkenntnisleitende Begriff einer Medialen Mobilmachung ist entliehen aus der Technik- und Medienphilosophie des Autors Ernst Jünger und meint die in alle Lebensbereiche ausgreifende kulturindustrielle Binnendynamik einer technischmedial geprägten modernen Massengesellschaft. Nach einem Band zum Film im Dritten Reich sowie zum Hollywood- und Exil-Kino soll der Band zum bundesrepublikanischen Kino der Fünfziger und frühen Sechziger auch dort nicht länger die Ideologisierung des Medialen, sondern die Medialisierung des Ideologischen zur Sprache bringen. Der Band wird Beiträge enthalten zu Nachkriegskarrieren namhafter NS-Regisseure (Harlan/Liebeneiner), zum Heimat-, Arzt- und Kriminalfilm, zur Sissi-Trilogie, zu Wochenschau und Dokumentarfilm, zum Kriegs-und Antikriegsfilm, zur Literaturverfilmung sowie zum Stadt- und Avantgardefilm der 50er Jahre. Zu einer solchen Vielfalt der Formen und Genres hatte schon der Zeitgenosse Theodor W. Adorno bemerkt, dass sich eine erfolgreiche Kulturindustrie dadurch auszeichnet, dass sie für jedes Niveau das angemessene kulturelle Angebot bereithält.
Mit Beiträgen von Antje Ascheid, Ulrich Fröschle, Sabine Gottgetreu, Norbert Grob, Knut Hickethier, Hans Krah, Robert Moeller, Michael Schaudig, Uta Schwarz, Harro Segeberg, Matthias Steinle, Guntram Vogt