Jan van Eycks 'Ars Mystica'

1. Aufl. 2007, 553 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7705-4539-1
EUR 95.00 / CHF 114.00

Informationen zum Buch

Mit Rücksicht auf die Einzigartigkeit der altniederländischen ›Bildfrömmigkeit‹ eröffnet sich ein neuer Blick auf die Werke Jan van Eycks, Gründerfigur der altniederländischen Malerei.

 

Seine kompositionellen Kunstgriffe, seine vieldiskutierte Art der Symbolverwendung, die zwischen bedeutungsvollen ›Zeichen‹ und sinnlichen Intensitäten‹ unentscheidbar osziliert, wie auch erstmals aufgedeckte ikonographische Besonderheiten seiner Bildwelt erweisen die enge Bindung des Malers an die zeitgenössische Spiritualität. Insofern ist der ihm unterstellte virtuos gestimmte Referenzverzicht säkularer Prägung zweifelhaft. Damit schließt die Untersuchung an die jüngst erfolgte ›religiöse Wende‹ im Van-Eyck-Diskurs der Kunstgeschichte an. Doch erst der hier gewählte Paradigmenwechsel, der dem Einfluß spätantiker Theoreme auf das mittelalterliche Bildverständnis Rechnung trägt, stößt vor zu einer tragfähigen »Neufundierung der van Eyck-Deutung, die sicherlich starke Beachtung verdient und sie vermutlich auch erzielen wird« (Gottfried Boehm).