Theaterinstallationen

Performative Räume bei Beuys, Boltanski und Kabakov
1. Aufl. 2010, 208 Seiten, kart.
ISBN: 978-3-7705-4540-7
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Informationen zum Buch

In der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhundert lässt sich eine Verschränkung von Bildender Kunst und Theater beobachten, die im Œuvre von Joseph Beuys, Christian Boltanski und Ilya Kabakov ihren exemplarischen Ausdruck findet.

 

Die Ausweitung der Kunst in den Umgebungsraum, die Hinwendung zu künstlerischen Aktionen und die partizipatorische Involvierung des Betrachters können als Entstehungsbedingungen der Installationskunst angesehen werden. Diese Tendenzen verdichten sich in den 1990er Jahren zu einer Gattungsform, die als »Theaterinstallation« bezeichnet werden kann, da in ihr nicht nur Materialien, Objekte, Klänge und Medien, sondern auch Akteure in Szene gesetzt werden. Beuys’ Verknüpfung von Aktion und Plastik, Boltanskis Gedächtnisorte und Kabakovs ›totale‹ Installationen sind Wegmarken solch performativer Räume.