1. Aufl. 2008, 352 Seiten, kart.
ISBN: 978-3-7705-4560-5
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erschienen in der Reihe:
herausgegeben vom Zentrum für Literatur- und Kulturforschung

Informationen zum Buch

Die Bibel ist ein unheimliches Buch: Bilderverbot, Sündenfall oder Sinai­offenbarung, Exil, Exodus und Passion erweisen sich als höchst abgründig, wenn man sich den Ge­schichten zuwendet, die von ihnen erzählen. Um sie zu lesen, muss man nicht nur wiederholen, was sie sagen oder was man über sie weiß, sondern beschreiben, wie sie sa­gen, was sie sagen.

 

Die zwölf Texte dieses Bandes er­schließen die literarischen Eigen­schaften der Bibel: In exemplarischen Lektüren untersuchen sie die stilisti­schen Strukturen und wiederkehren­den Themen, die Erzähltechniken und kulturellen Strategien, die poetischen Kleinformen und umfassenden Kom­positionsstrukturen, die Epistemolo­gien und Ironien im Buch der Bücher. Gerade wenn die Kulturwissenschaf­ten sich heute wieder für Religion interessieren, sind die klassischen Fä­higkeiten des Lesens notwendig, um die spannungsreichen und komple­xen Urszenen europäischer Tradition besser zu begreifen. Was in Deutsch­land kaum geläufig ist, hat im eng­lischsprachigen Raum Tradition. Der Band versammelt erstmals in deut­scher Übersetzung klassische Beiträ­ge aus der dynamischen Debatte über Bible as Literature. Lebhaft, poin­tiert und immer mit Beispielen arbei­tend eröffnen sie neue Zugänge für Kultur- und Literaturwissenschaft, The­ologie und Religionsgeschichte zur immer noch vom Glauben behüteten Bibel.

 

Mit Beiträgen von:

 

Robert Alter, Meir Sternberg, Frank Kermode, Robert Polzin, Daniel Boy­arin u.a.