Philosophie in der Medientheorie

Von Adorno bis Žižek
1. Aufl. 2008, 274 Seiten, kart.
ISBN: 978-3-7705-4625-1
EUR 28.90 / CHF 35.50

Informationen zum Buch

Das Buch antwortet in 18 theoretischen Porträts auf eine eigentümlich verunglückte Rezeption und schafft Abhilfe mit dem Ziel einer neuen philosophischen Grundlegung der Medienwissenschaft.

 

Wenn man die noch recht kurze Geschichte der Medientheorie betrachtet, so fällt auf, daß eine Vielzahl von philosophischen Theorien gar nicht oder bestenfalls am Rande rezipiert wird, andere hingegen in zahlreichen Texten und Theorien erscheinen – und dies in aktiver Bezugnahme wie auch in konsequenter Absetzung. Zudem zeigt sich, daß viele der Theorien auf nur wenige Theoriesegmente oder Texte reduziert werden, die dann wie Versatzstücke oder mitunter wie erratische Blöcke durch die Theorien wandern. Nicht selten kann in der Rezeptionsgeschichte eine paradigmatische Deutung ausgemacht werden, die dann die weiteren Lektüren maßgeblich bestimmt. Im Feld der Medientheorie kommt es, so könnte man sagen, zu einer internen Kanonisierung, die ihrerseits nicht ohne Auswirkungen für die Medientheorie als solche war.

 

Der Band leistet eine Bestandsaufnahme dieser Rezeptionsgeschichte – und dies mit einer doppelten Ausrichtung: Einerseits sollen die Verkürzungen, Deformierungen und Entstellungen in ihrem einschränkenden wie auch in ihrem mitunter produktiven Charakter in den Blick genommen werden. Andererseits sollen aber auch zugleich bisher wenig erörterte und vernachlässigte Aspekte, Texte oder Anschlußmöglichkeiten ausgelotet werden, die vielleicht noch in anderer Weise zu entdecken sind.

 

 

Inhaltsverzeichnis:

 

Adorno (Detlev Schöttker)

Benjamin (Nicolas Pethes)

Cassirer (Jörg Brauns)

Deleuze (Lorenz Engell)

Derrida (Alexander Roesler)

Descartes (Bernd Stiegler)

Foucault (Bernhard Dotzler)

Habermas (Stefan Müller-Doohm)

Heidegger (Friedrich Kittler)

Husserl (Lambert Wiesing)

Lacan (Anne von der Heiden)

Luhmann (Niels Werber)

Merleau-Ponty (Christian Bermes)

Nietzsche (Martin Stingelin)

Peirce (Uwe Wirth)

Platon (Josef Rauscher)

Wittgenstein (Stefan Münker)

Ziˇzek (Slavoj Ziˇzek)