Wittgenstein - Philosophie als "Arbeit an Einem selbst"

1. Aufl. 2009, 285 Seiten, kart.
ISBN: 978-3-7705-4764-7
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Informationen zum Buch

Wittgenstein gibt zwei Hinweise auf sein eigenes Philosophieren: Man dürfe Philosophie »eigentlich nur dichten«, und »Philosophie ist Arbeit an Einem selbst«. Von der Wittgensteinforschung wird diese Selbstbeschreibung seines Philosophierens weitgehend ignoriert.

 

Ziel dieses Bandes ist es, Wittgensteins eigene Auffassung der Philosophie ernst zu nehmen und auf sein Werk anzuwenden. Vierzehn Beiträge aus den USA, Frankreich, Österreich und Deutschland fragen im vorliegendem Band nach dem ganz eigenen Philosophieverständnis eines der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Den Aufsätzen geht es um das Verständnis eines »anderen Wittgenstein«. Von renommierten Autoren wird untersucht, wie sich dieses Denken auswirkt. Ethik, Ästhetik, Politik sowie die Möglichkeiten und Grenzen philosophischer Theoriebildung erscheinen in einem anderen Licht. Es zeigt sich ein verkannter existenziell-ethischer Impuls in Wittgensteins Denken und Methode, den es in seiner ganzen Tragweite zu erfassen gilt.

 

Mit Beiträgen von:

STANLEY CAVELLL
Das Wittgenstein’sche Ereignis

PIERRE HADOT
Sprachspiele und Philosophie
In Philosohie und Leben

JACQUES BOUVERESSE
Gesundheit und Krankheit

SANDRA LAUGIER
Ethik als Aufmerksamkeit auf das
Besondere

FRÉDÉRÍC GROS
Bemerkungen zum Verhältnis
Wittgenstein/Foucault

KLAUS PUHL
Worüber man nicht sprechen kann, das muss man wiederholen

ANDREW NORRIS
Das Politische als das Metaphysische und das Alltägliche

ALLEN JANIK
Wider die Slumlords der Philosophie

EUGEN FISCHER
Therapie als philosophisches Projekt

GOTTFRIED GABRIEL
Literarische Form und philosophische Methode

MARKUS GABRIEL
Der ästhetische Wert des Skeptizismus beim späten Wittgenstein

WOLFGANG KIENZLER
Die Sprache des Tractatus