Diskurs über die Ungleichheit

Ein Anti-Rousseau
1. Aufl. 2009, 207 Seiten, kart.
ISBN: 978-3-7705-4797-5
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Informationen zum Buch

Die Linke hat wieder Konjunktur. Sie spricht nicht mehr von Klassengesellschaft, sondern von der Neuen Ungleichheit und verweist auf die Pornographie des exzessiven Reichtums zwischen Beverly Hills und Moskau einerseits, die stillen Leiden der Kinderarbeit und der Hartz IV-Existenz andererseits. Mehr Gleichheit durch Um-verteilung scheint deshalb die selbstverständlichste politische Forderung zu sein. Und in der Tat hat sich die moderne Gesellschaft durch die Mächte der guten Gleichheit entfaltet: Wissenschaft und Technik, gleiches Recht und Bildung für alle, städtisches Leben und staatliche Organisation.

Nüchtern betrachtet, kann Gleichheit unter modernen Lebensbedingungen aber nur heißen: Inklusion, die Möglichkeit der Teilnahme an den sozialen Systemen. Und wer alle integrieren will, muss auf die Gleichheit aller verzichten. Egalitarismus ist eine Anleitung zum Unglücklichsein. Wir können das gute Leben, das uns die moderne Gesellschaft ermöglicht, nicht leben, solange wir noch an Rousseau glauben. Die größte Gefahr für die moderne Welt geht nicht von denen aus, die asozial sind, sondern von denen, die zu sozial sind. Es gibt keine gerechte Gesellschaft.

Inhalt

Tocquevilles unheimliche Aktualität
Der Skandal der natürlichen Ungleichheit
Das unstilisierte Geschlechterverhältnis
Der Egalitarismus der Medien
Die Sakralisierung der Gerechtigkeit
Nietzsches ursprüngliche Einsicht:
der böse und der gute Neid
Rangordnungen
Absolut knappe Güter
Vom nehmenden über den gebenden zum sorgenden
Kapitalismus