Goethe-Musik

1. Aufl. 2009, 142 Seiten, kart.
ISBN: 978-3-7705-4912-2
EUR 26.90 / CHF 33.80

Informationen zum Buch

Dass die Beziehung des Dichters Goethe zur Musik überall mit den Händen zu greifen ist, ist keine Frage. Helmut Schanze zeigt, wie sie nicht nur von den Begegnungen mit ihr selbst geprägt ist, sondern wie es bei ihm selber eine Art innerer Musikalität gibt, die nach Ausdruck und Komposition geradezu verlangt. Sein Buch vermittelt grundlegende Einsichten in Goethes Bestimmung des Verhältnisses von Musik, Wort und Komposition und seine, der "Farbenlehre" durchaus an die Seite zu stellende "Tonlehre".

 

Zentral ist die außerordentliche Emotionalität der Begegnung von Dichter, Dichtung und Musik. "Niedergeschlagen" ist Goethe durch Mozarts "Entführung", er wird vom "Schreckensbild" des "Don Giovanni" geprägt und ist lebenslang in das Projekt "Zauberflöte" als Theaterleiter involviert. Im provinziellen Weimar schmerzlich entbehrte musikalische Gegenwart suchend findet er Freundschaft bei Zelter, aber kaum musikalischen Rat. Von Beethoven und seinen revolutionären "Molltöne", aber auch seinem "köstliches Spiel" ist er fasziniert. Durch falsche Briefe enttäuscht und zum Schluss doch zu Tränen gerührt wird er durch Schuberts Liedkunst. Er hat Mendelssohn noch längst vor der Begegnung in Weimar als "Felix" erfunden und erfährt durch ihn das höchste Glück der musikalischer Jugend und Sohnschaft. Schumanns magistrale Leistungen, die aus dem Meister-Roman entwickelten Lieder und Gesänge, und die erste musikalische Komposition des "ganzen Faust", schließen die Folge der Überlegungen ab.

 

 

Der Autor:

 

Prof. Dr. phil. Helmut Schanze, geb. 1939, war bis zu seiner Emeritierung 2004 o. Professor für Germanistik (Neuere Literaturgeschichte) an der Universität Siegen. 1985/86 Mitinitiator des DFG-Sonder-forschungsbereiches „Bildschirmmedien“ an der Univ. Siegen, Vorstandsmitglied des DFG-Forschungskollegs „Medienumbrüche“ bis 2005.