In medias res

Zehn Kapitel zum Iconic Turn
1. Aufl. 2010, 202 Seiten, Festeinband
ISBN: 978-3-7705-5125-5
EUR 32.90 / CHF 40.10 Portofreie Lieferung innerhalb Deutschlands

In den 5 Interviews, die Hubert Burda hier mit den größten Vertretern der Kulturwissenschaft führt, wird der Frage nach der sich stetig verändernden Bedeutung und Funktion von Bildern nachgegangen. Auch nach 10 Jahren sind die Bilder des Anschlages vom 11. September noch immer unauslöschlich im visuellen Gedächtnis eingebrannt. Die Fernseh- und Zeitungsbilder der Twin Towers prägen unsere Wahrnehmung der Ereignisse und sind dabei zum universalen Symbol zerstörerischer Gewalt geworden. Obwohl unsere Kultur wesentlich von der Schrift bestimmt wird, erhält das Bild immer stärkere Bedeutung für unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Nach einem linguistic turn nun also der iconic turn. Nicht nur nehmen wir Ereignisse oftmals erst als Inszenierungen durch die Medien wahr, sondern durch digitale Plattformen wie Facebook, Flickr und Co. wird jeder Einzelne zum Regisseur seiner Selbstinszenierung. 

 

 

Mit Beiträgen von Friedrich Kittler, Peter Sloterdijk, Bazon Brock, Horst Bredekamp, Hans Belting

Informationen zum Buch

Auch nach 10 Jahren sind die Bilder des Anschlages vom 11. September noch immer unauslöschlich im visuellen Gedächtnis eingebrannt. Die Fernseh- und Zeitungsbilder der Twin Towers prägen unsere Wahrnehmung der Ereignisse und sind dabei zum universalen Symbol zerstörerischer Gewalt geworden. Obwohl unsere Kultur wesentlich von der Schrift bestimmt wird, erhält das Bild immer stärkere Bedeutung für unsere Wahrnehmung und unser Verhalten.
Nach einem Linguistic Turn nun also der Iconic Turn. So nehmen wir Ereignisse oftmals erst als Inszenierungen durch die Medien wahr, zudem wird durch digitale Plattformen wie Facebook, Flickr und Co. jeder Einzelne zum Regisseur seiner Selbstinszenierung.

Hubert Burda geht in 5 Gesprächen, die er mit bedeutenden Vertretern der Kulturwissenschaften führt, und in wichtigen eigenen Beobachtungen und Reflexionen der Frage nach dieser sich stetig verändernden Bedeutung und Funktion von Bildern nach.


Aus dem Inhalt:

EINLEITUNG
Iconic Turn
KAPITEL I
Der andere Blick aus dem Fenster
KAPITEL II
Bild und Rahmen
KAPITEL III
Interfaces – Materialität der Bilder
Gespräch Friedrich Kittler
»Im Olymp gibt es keine Wolken«
KAPITEL IV
Mobile Bilder
Gespräch Peter Sloterdijk
»Das Bild ist immer um eine Dimension pfingstlicher als die Schrift«
KAPITEL V
Belastende Bilder – entlastende Bilder
KAPITEL VI
Das Erhabene – das Schöne – das Pittoreske
Gespräch Bazon Brock
»Bildwissenschaft ist ursprünglicher als Kunstwissenschaft«
KAPITEL VII
Machtrepräsentation durch Bilder
Gespräch Horst Bredekamp
»Es gibt im Grunde keinen Unterschied zwischen Original und Reproduktion«
KAPITEL VIII
Innere Bilder – äußere Bilder
Gespräch Hans Belting
»Es ist eine der großen Erfindungen, dass das Bild dasjenige ist, was in einem Rahmen ist«
KAPITEL IX
Medienkunst und Massenmedien
KAPITEL X
Kunstgeschichte – Bildwissenschaft
Gespräch Hubert Burda
»Ich fühle mich bei den Kubisten und anderen
Modernen wohl, aber ich will ohne das Pulsierende der Großstädte, ohne deren Lifestyle nicht leben«
Zehn Bücher, ohne die dieses Buch nicht entstanden wäre