Vom Wunderbaren zum Phantas(ma)tischen

Zur Archäologie vormoderner Phantastik-Konzeptionen bei Ariost und Tasso
1. Aufl. 2011, 497 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7705-5139-2
EUR 87.00 / CHF 105.30
erschienen in der Reihe:
Band: 60

Informationen zum Buch

Irmgard Scharold untersucht den Umbau des Renaissance-Wunderbaren zu einer Phantastik avant la lettre in Ariosts ORLANDO FURIOSO, den CINQUE CANTI und Tassos GERUSALEMME LIBERATA unter Einbeziehung der philosophischen sowie der literatur- und kunsttheoretischen Debatten um die phantasia.
Im Unterschied zur etablierten Phantastik-Forschung wird die Entstehung des Phantastischen als Folge des Kulturwandels der Renaissance gedeutet, der zwei menschheitsgeschichtlich bedeutsame Paradigmen – das Wunderbare und das Monströse – in eine Legitimationskrise bringt. Die Visions- und Traumbilder seiner Gerusalemme liberata entwickeln eine am Phantasma orientierte ›Bilderdidaxe‹, deren negative Formen Merkmale des Unheimlichen vorwegnehmen.