Traumbuch

Träumen als Einbildungskraft
1. Aufl. 2012, 114 Seiten, kart.
ISBN: 978-3-7705-5378-5
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Informationen zum Buch

In den letzten Monaten vor seinem Tod 2001 hat Dietmar Kamper es noch vermocht, seiner Einbildungskraft nachzuspüren – sein KörperDenken gebar Träume, die er schriftlich niederlegte. Das Buch ist eine weitgehende Auswahl dieser Träume, die ernst machen mit Kampers Axiom, dass Welt nicht mehr in einen Kopf allein hineinpaßt. 
Dass Schlaf und Tod Brüder, Vorstellungskraft und Traum gar Zwillingsbrüder sind – diese Einsicht gehört zum Allgemeingut des Wissens über Menschen. Gleiches gilt für den Traum der Vernunft, der Ungeheuer gebiert. Dietmar Kamper, bis zu seinem Tod 2001 Professor am Institut für Soziologie der FU Berlin und wesentlich die Berliner Historische Anthropologie verkörpernd, hat in den letzten Monaten seiner Krebserkankung im Träumen eine Öffnung gefunden, um an der Mauer des Unmöglichen dem Verstehen der eigenen Situation des Körpers nachzuspüren. Dieses Träumen als subjektlose Leidenschaft gehörte für ihn mit zur Wissenschaft – als Abkehr des Verleugnens der eigenen unbewußten Konstitution. Das Buch stellt eine Auswahl der niedergeschriebenen Träume Kampers dar: Notiert in einer Zeit, die er selbst »Warten auf den Schmerz« nannte.