Hokuspokus

Bluthostien zwischen Wunderglaube und Budenzauber
1. Aufl. 2015, 127 Seiten, 14 s/w Abb., Franz. Broschur
ISBN: 978-3-7705-5738-7
EUR 19.90 / CHF 25.30

Informationen zum Buch

Bei Hitze, Hagel, Kälte oder Trockenheit, als Mittel zur Brandbekämpfung und Abwendung von Wassergefahren hielt man Hostien für allgegenwärtig und allmächtig. Man konnte sie aber auch zu Liebespulver zerstampfen oder damit verwunschene Jungfrauen erlösen. Dass geweihte Hostien unter der Haut getragen gegen jedwede Verwundung schützten, zeigte ihren Nutzen bei Rittern oder Kriegsknechten. Wildschützen glaubten an sie, denn Hostien im Kolbenschaft erhöhten die Treffsicherheit der Büchse; wenn man nicht den Leib Christi gleich mit in das Blei gab, um Freikugeln daraus zu gießen. 

Pressestimmen

Die Welt, 02.06.2015

Alexander Brüggemann bespricht Olaf Raders Hokuspokus, in dem der Historiker dem Phänomen der Bluthostie nachspürt, einem "Geflecht von Theologie, Kulturgeschichte, Philosophie und Chemie".

Hier lesen Sie die vollständige Rezension.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.04.2015

Rezensent Michael Borgolte hebt das Erzählen als Raders große Stärke hervor, dem "ein reiches, äußerst sorgfältig nachgewiesenes Literaturstudium zugrunde liegt", wie dieses Buch erneut beweise.