Metamorphosen von Kultur und Geschlecht

Genealogien, Praktiken, Imaginationen
1. Aufl. 2016, 262 Seiten, 54 s/w Abb., kart.
ISBN: 978-3-7705-5802-5
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Informationen zum Buch

Konstruktivistische ›Gender‹-Konzepte haben in den letzten Jahrzehnten einen außerordentlichen institutionellen Erfolg auf regionaler, EU- und globaler Ebene verzeichnet. Zugleich wurden sie auch in transnationalen Netzwerken von Kunst- und Kulturschaffenden aufgegriffen, um Identität sowie Sehnsüchte und Ängste bezüglich Sexualität, Partnerschaft und Reproduktion, aber auch in Bezug auf Gegenwart und Zukunft allgemein über ästhetische Medien neu zu verhandeln. Der Konstruktionscharakter von Geschlecht, so zeigt der vorliegende Band, ist dabei in den letzten Jahrzehnten längst Teil breiterer gesellschaftlicher Praktiken geworden. Dies erzeugt allerdings nicht nur Zustimmung, sondern mitunter auch Widerstand, etwa in Form diverser Neuerfindungen von Tradition in Bezug auf Geschlecht. Damit ist ›Gender‹ Teil einer zeitgenössischen, ambivalenten Dynamik von ›Kultur(en)‹, die zwischen emanzipatorischer Produktivität und – unter Umständen auch ausgrenzender – Zuschreibung changiert. Die Beiträge rekonstruieren genealogische Linien, Praxisfelder und Imaginationen, die gemeinsam eine Rezeptionsgeschichte von ›Geschlecht als Kultur(en)‹ in öffentlichen Räumen der Gegenwart bilden.