1. Aufl. 2016, 279 Seiten, 11 s/w Grafiken, 4 s/w Tab., Festeinband
ISBN: 978-3-7705-5826-1
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erschienen in der Reihe:
Band: 11

Informationen zum Buch

Das Konzept der Insularität kann wichtige Impulse für interdisziplinäre Forschungen zum Mittelmeerraum geben, weil es die spezifische »insulare« Dimension der Archipele und Inseln des »Mare Magnum« ins Zentrum der Betrachtung rückt. Der Begriff »Insularität« stammt eigentlich aus der Renaissance, blieb aber bis zu seiner Wiederentdeckung in der modernen Forschung weitgehend ungenutzt. Das mit ihm umschriebene wissenschaftliche Konzept ist eng verbunden mit der Frage nach spezifischen biologischen, ökonomischen, politischen, militärischen, kulturellen und religiösen Phänomenen auf Inseln, die gerade aus der Tatsache resultieren, dass Inseln komplett von Wasser umgeben und in ihren Ressourcen begrenzt sind. Bei näherer Betrachtung bedingen diese naturgegebenen Kriterien jedoch eine Vielfalt spezifischer Wege gerade im Mittelmeerraum, Insularität in Texten und Bildern zu konstruieren. Diesen unterschiedlichen Modi der Konstruktionen mediterraner Insularitäten widmet sich der vorliegende Band, dessen zehn Beiträge ein breites disziplinäres und chronologischen Spektrum abdecken: Es reicht von der alten und mittelalterlichen Geschichte über die Theologie und die Literaturwissenschaft bis zur Migrationsforschung, der Soziologie und der vergleichenden, systematischen Inselforschung (der Nissologi