1. Aufl. 2017, 494 Seiten, 1 s/w Grafik, 9 s/w Abb., 1 s/w Tab., Festeinband
ISBN: 978-3-7705-5938-1
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Informationen zum Buch

Die Zeit von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ist für die Entwicklung des modernen Arbeitsbegriffs von außerordentlicher Relevanz. Literatur und Künste der Romantik bringen in diesen Prozess spezifische Anregungen ein, weil sie sich nicht auf die von der Aufklärung etablierte Gegenüberstellung von positiv bewerteter Arbeit und negativ bewertetem Müßiggang reduzieren lassen, sondern häufig gerade das ›Andere‹ des tätigen Lebens (neben dem Müßiggang auch die Muße und Faulheit) aufwerten oder mit Überblendungen zwischen Formen der Arbeit und Nicht-Arbeit operieren.
Die Beiträge des Bandes erkunden die kultur-, sozial- und ästhetikgeschichtlichen Dimensionen dieser Thematik. Sie suchen die von den Romantikern bevorzugten Inszenierungsräume von Arbeit und Müßiggang auf, zu denen Handels- und Industriestädte ebenso zählen wie der Wald oder die Kahnfahrt; sie betrachten die ästhetischen Eigenzeiten von industrieller Arbeit, Handwerk und Landwirtschaft sowie von Fußreisen und Tagträumen; und sie schaffen Begegnungen mit einem facettenreichen Spektrum romantischer Figuren, die als Fleißige oder Faulpelze, Künstler oder Taugenichtse, Wanderer oder Mittagsschläfer die imaginierten Welten bevölkern.