Zwischen Anpassung und Subversion

Sprache und Politik der Assimilation
1. Aufl. 2019, ca. 480 Seiten, kart.
ISBN: 978-3-7705-5951-0
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Informationen zum Buch

Ist Assimilation eine reaktionäre Forderung nach Anpassung? Oder gerade umgekehrt eine subversive Unterlaufung von festen Identitätsvorstellungen?

Offensichtlich handelt es sich um einen vielfältig deutbaren und kontroversen Begriff, dessen Problematik auch darin liegt, dass er aus dem Feld des Biologischen in das Soziale übertragen wurde. Der Band untersucht die historischen Debatten sowie die aktuelle Problematik des Assimilationskonzeptes. Prozesse und Repräsentationen der Verähnlichung und Inkorporierung werden in ihrer Komplexität, Ambivalenz und Widerspenstigkeit vor allem anhand zweier Beispielfelder untersucht: der Debatte um die jüdische Assimilation sowie (post-)kolonialer Konstellationen. Assimilation erscheint dabei als ein politisches Geschehen, das an diskursiven Äußerungsformen auch sprachlich untersucht werden kann, mehr noch: sich in der Sprache selber ereignet. Insgesamt wird deutlich, dass Assimilation keineswegs nur normativ als Eingliederung in eine Monokultur verstanden werden kann, sondern auch als ein reziprokes, nicht-hierarchisches Verhältnis mit interkulturellem Potenzial, das starre Grenzziehungen und Essentialisierungen gerade aufbricht.