Potential regieren

Zur Genealogie des möglichen Menschen
1. Aufl. 2018, ca. 260 Seiten, 2 s/w Abb., 2 farb. Abb., kart.
ISBN: 978-3-7705-6262-6
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Informationen zum Buch

Schon in den ersten lateinischen Okkurrenzen des Wortes »Potentialis« gibt es eine entscheidende Ambiguität: einerseits bezeichnet »Potenzial« etwas, das noch nicht aktuell ist, aber sein könnte, andererseits stellt »Potenzial« ein Merkmal der Macht und der Mächtigen dar. Diese Unschärfe und Doppelung führt zur Frage nach der Regierbarkeit des menschlichen Potenzials als einer biopolitischen Grundfigur.
Eine der Urszenen der Biopolitik wäre demnach schon in mittelalterlichen Klöster als menschlichen Perfektionsmaschinen und nicht erst im quantifizierenden Licht der Aufklärung zu suchen. Aus interdisziplinärer Perspektive fokussiert der Band die Genealogie der Regierung von Kollektiven und Individuen in Spätantike, Mittelalter und Neuzeit. In Fallstudien zur Transformation von Subjekten und gouvernementalen Kulturtechniken erschließt er das biopolitische Potenzial bislang vernachlässigter Zeiträume und Praktiken.
Mit Beiträgen von Thomas Macho, Giovanni Leghissa, Antonio Lucci, Thomas Skowronek, Anton Tantner, Thomas Vesting, Inga Schaub, Martin Müller, Romedio Schmitz-Esser u.a.