Isolieren – Zerlegen – Stillstellen

Zum Verhältnis von Bios und Biologie am Beispiel mikroskopischer Bildgebung
1. Aufl. 2018, 207 Seiten, 20 s/w Abb., kart.
ISBN: 978-3-7705-6326-5
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Informationen zum Buch

Die Mikroskopie als eine der prominentesten Verfahren der Biologie dient dieser Studie dazu, das Verhältnis der Wissenschaft zu ihrem Forschungsgegenstand (Leben) näher zu beschreiben. Dabei zeigt sich, dass die Biologie in einem äußerst spannungsvollen, erkenntnistheoretisch durchaus problematischen Verhältnis zum Leben steht. Denn die jeweiligen Untersuchungsobjekte werden in der biologischen Praxis und durch diese irreversibel transformiert. Oftmals muss ›Leben‹ sogar in sein genaues Gegenteil gewendet, kurz: abgetötet werden, um überhaupt eine mikroskopische Untersuchung zuzulassen. Mit seinem Fokus auf den Bildgebungsprozess – angefangen bei der Objektbeschaffung über die Präparation und Beobachtung bis zur Aufzeichnung in Form von Zeichnung, Fotografie oder Datenbild – liefert das vorliegende Buch sowohl einen Beitrag zur bildwissenschaftlichen Forschung als auch eine Methodenreflexion, wie sie in der Biologie selbst nicht erfolgen kann, da es systematisch die medialen Bedingungen herausarbeitet, an welche die mikroskopische Sichtbarmachung geknüpft ist.