Vorstellen und Darstellen

Szenen einer medienanthropologischen Theorie des Geistes
1. Aufl. 2018, 239 Seiten, 10 s/w Abb., Festeinband
ISBN: 978-3-7705-6337-1
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Informationen zum Buch

Es ist keine bloße Metapher zu sagen, etwas stelle sich jemandem auf eine bestimmte Weise dar. Vielmehr kommt darin zum Ausdruck, dass sprachliche oder bildliche Darstellungen geistige Auffassungsweisen ihrer jeweiligen Gegenstände buchstäblich vorstellen, indem sie sie sinnlich wahrnehmbar machen. Auf diese Weise vermitteln Darstellungen zwischen Geist und Welt ebenso wie zwischen Selbst und Anderen. Gleichgültig, ob wir etwas erzählen oder in der Zeitung lesen, ob wir ein Bild ins Netz stellen oder einen Film anschauen, stets haben wir es mit Darstellungen zu tun, die Vorstellungen artikulieren und erzeugen. Der Doppelsinn von Repräsentation als mentale Vorstellung und mediale Darstellung hat darin seinen guten Grund. Das Buch entfaltet eine Darstellungstheorie in therapeutisch-kritischer Absicht. Es zielt darauf, Darstellungspraxen als spezifisch menschlich, weil geistig und freiheitlich zu qualifizieren, um im Streit der Interpretationen bessere von schlechteren unterscheiden zu können.