Die Horizonte der Lebenswelt

Sprachphilosophische Studien zu Husserls 'erster Phänomenologie der Lebenswelt'
1. Auflage 2019, XIV + 324 Seiten, Festeinband
ISBN: 978-3-7705-6463-7
EUR 169.00 / CHF 211.50
erschienen in der Reihe:
Band: 37

Informationen zum Buch

Kaum jemand prägte den Begriff der Lebenswelt so nachhaltig wie Edmund Husserl. Doch wie entfaltete sich dieses Thema in seiner Philosophie? Und wie veränderte es die Prinzipien der Phänomenologie?

 

Im Ausgang von den Logischen Untersuchungen von 1900/01 erforscht Erik Norman Dzwiza-Ohlsen die Entstehungsbedingungen der Lebensweltthematik. Am Leitfaden der sog. ›okkasionellen Ausdrücke‹ – wie ›ich‹, ›hier‹ oder ›jetzt‹ – führt ihn sein Weg zu den zentralen Forschungsfeldern Husserls zwischen 1907 und 1913, wie Räumlichkeit, Zeitlichkeit, Personalität und Bedeutsamkeit. Die Analyse gipfelt im Postulat einer frühen ›Göttinger Lebenswelt‹ der Ideen II (1912–1918), die den Ausarbeitungen rund um die berühmte, spätere ›Freiburger Lebenswelt‹ der Krisis (1934–1937) gegenübergestellt wird. Damit dringt Erik Norman Dzwiza-Ohlsen zum systematischen Kern einer der erfolgreichsten, aber bis dato unschärfsten Begriffsbildungen des 20. Jahrhunderts vor, die auch im 21. Jahrhundert philosophisch unverzichtbar bleibt: der Lebenswelt.