Verlagsgeschichte

 

Der Wilhelm Fink Verlag ist ein wissenschaftlicher Buchverlag mit Sitz in Paderborn. 1962 wurde er von Wilhelm Fink, einem ehemaligen Redakteur der Deutschen Verlags Anstalt (DVA), in München gegründet. Das Programm war zunächst überwiegend auf literaturwissenschaftliche und philosophische Fachliteratur spezialisiert. Insbesondere die Romanistik Konstanzer Provenienz, aus der die Reihe Poetik und Hermeneutik hervorgegangen ist, und die Slawistik bildeten Schwerpunkte. Ab 1971 wurde der Wilhelm Fink Verlag Gesellschafter der 1970 in Stuttgart gegründeten utb (Uni-Taschenbücher). So entstand der Kontakt zwischen den Verlegern Wilhelm Fink und Ferdinand Schöningh. Letzterer übernahm dann 1973 den Wilhelm Fink Verlag. Infolge dessen wechselte 2001 der Firmensitz von München nach Paderborn. Im Laufe der Zeit wurde das Verlagsprogramm stetig erweitert um Bild- und Medienwissenschaften, Kulturgeschichte und Architektur. Wilhelm Fink veröffentlicht bekannte Zeitschriften wie die „Poetica“ und „Sprache und Literatur“ und rund 150 neue Titel pro Jahr.

Seit 2017 sind die Verlage Ferdinand Schöningh und Wilhelm Fink Imprints der Brill Deutschland GmbH. Im Januar 2018 schloss sich auch der Verlag mentis dem starken Verbund geisteswissenschaftlicher Fachverlage an. Die neue Zugehörigkeit zum Traditionsverlag Brill mit Hauptsitz im niederländischen Leiden und weiteren Niederlassungen in Boston, Singapur und Peking ist gerade im Hinblick auf die internationale Sichtbarkeit und digitale Verfügbarkeit des Programms ein großer Zugewinn für Wilhelm Fink. Brill N.V. wurde 1683 gegründet und ist einer der führenden internationalen Verlage in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Mit seiner mehr als dreihundertjährigen Geschichte ist der Verlag der ideale Partner, mit dem der Wilhelm Fink Verlag für die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens bestens aufgestellt ist. Die Lehr- und Studienbücher des Verlags erscheinen weiterhin in der „Roten Reihe“ der Uni-Taschenbücher der Verlagskooperation utb in Stuttgart.

Wilhelm Fink ist Partner von Refo500.