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  • Author or Editor: Jörg Zirfas x
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Stimmen von Philosophen, Künstlern und Therapeuten
Die Lebenskünste sind ein Resultat aus dem gelebten Leben, seinen theoretischen Ein-sichten, praktischen Erfahrungen und erprobten Techniken. Theorien und Modelle der Lebenskunst finden sich in den Schriften bedeutsamer Denker des letzten Jahrhunderts oftmals avant la lettre in unterschiedlichen Medien.
Der Band profiliert sich durch einen interdisziplinären Zugang gegenüber bisherigen Versuchen zur Lebenskunst mit stark philosophischem bzw. phänomenologischem Einschlag. Neben bedeutenden Philosophen wie Popper, Arendt, Camus, Langer, Dávila und Blumenberg, kommen insbesondere Schriftsteller wie Thomas Mann, Andersch und Kunert sowie Künstler wie Cage und Beuys zur Sprache. Darüber hinaus sind die naturwissenschaftlichen Zugänge durch Weizsäcker, die pädagogische Ansätze durch Neill und die psychologischen und therapeutischen Modelle durch Lou Andreas-Salomé, C.G. Jung, Rank, Kohut, und Fonagy vertreten. Die Lebenskunstmodelle werden mit den Biografien der einzelnen Autoren ver-schränkt, um so zu verdeutlichen, wie bedeutsam der biografische Entstehungskontext für die Lebenskunst selbst ist.
Die Zukunft der Performativitätsforschung
Mindestens ebenso spannend wie die Frage danach, was die Zukunft bringen wird, ist die Untersuchung wie und auf welche Weise Zukünftiges hervorgebracht wird. Der Band mit dem doppelsinnigen Titel „Performing the Future“ will zweierlei leisten: er prüft die bisherige Theoriebildung im Bereich der Performativitätsforschung auf Möglichkeiten ihrer Weiterentwicklung und untersucht die Hervorbringung von Zukünftigem als eine spezifische Wirkdimension des Performativen. Worin besteht die transformative Kraft, die spezifische energeia des Performativen und wie lässt sie sich genauer beschreiben und fassen? Die titelgebende Doppelformel verweist auf die enge Verbindung von Darstellung und Herstellung, die die Beiträge des Bandes offen legen.
Inszenierung, Aufführung und Praxis
Gesten gehören zu den frühesten und wichtigsten Darstellungs- und Ausdrucksformen. Sie sind allen Menschen gemeinsam und sind zugleich historisch und kulturell unterschiedlich. Gesten sind Handlungen ohne Worte. Als soziale und ästhetische Darstellungs- und Ausdrucksformen bringen sie den Körper in Erscheinung. Sie sind dynamisch und performativ; sie spielen eine zentrale Rolle in: bildender Kunst, Film und Musik; Theater, Performance und Tanz; sozialen und pädagogischen Beziehungen.


Gesten werden inszeniert und aufgeführt. Ihre Performativität gestaltet gesellschaftliche, soziale und künstlerische Praxis. Mit dem historischen
und kulturellen Wandel und mit Innovationen in den Künsten ändern sich Gesten und ihre Bedeutung. Mit der Ubiquität der neuen Medien finden viele eine globale Verbreitung und entwickeln sich je nach Kontext, Darstellung, Ausdruck, Inszenierung und Aufführung. Wie sich Gesten zeigen, konturieren und verfeinern, wie sie gelernt und in Szene gesetzt werden, wie sie funktionieren und wirken, wird in einem multidisziplinären Zugang untersucht und mit der Vielfalt interkultureller geistes- und sozialwissenschaftlicher Perspektiven dargestellt.