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  • Author or Editor: Jörg Jarnut x
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5. Archäologisch-Historisches Forum
Der Bischof baut. Zu allen Zeiten, von der Spätantike bis in die Gegenwart treten Bischöfe als Bauherren und Architekten hervor. Das jüngst auf Initiative des Erzbischofs in Köln entstandene Museum Kolumba ist ein Beispiel für die ungebrochene Tradition bischöflichen Bauens. Was für die heutige Zeit gilt, galt auch in sehr viel stärkerem Maß für das Mittelalter. Die Bischöfe bauten Kirchen, Burgen, Städte und sorgten für die prächtige Innenausstattung ihrer Bauwerke. Mit der Fokussierung auf die bischöfliche Bautätigkeit im 11. Jahrhundert rückt der vorliegende Band einen Zeitraum in den Mittelpunkt, der wie kaum ein anderer durch hervorragende Bauleistungen geprägt ist.
Text, Übersetzung, Kommentar
Die in drei Handschriften überlieferte Vita Meinwerci ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. In diesem Werk werden die Grenzen des mittelalterlichen Vitengenres weit überschritten. Der Text erweist sich als eine geschickte Zusammensetzung aus verschiedenen Elementen: Er vereint Biographisches und Historiographisches, zeigt Charakterzüge eines Erbauungsbuches, dient zudem in gewisser Weise auch als ein Güterverzeichnis der Paderborner Kirche sowie als Gründungsbericht des Benediktinerklosters St. Peter und Paul, genannt Abdinghof. Über ihre unbestrittene Bedeutung für die Stadtgeschichte Paderborns hinaus lassen sich aus der in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts geschriebenen Vita Meinwerci auch Kenntnisse für die Geschichte des mittelalterlichen Reiches gewinnen. Der Band stellt die erste zweisprachige Ausgabe dieses Textes zur Verfügung.
Historische, numismatische und philologische Untersuchungen auf Grundlage des Bestandes im Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Anders als erzählende Quellen berichten uns merowingische Monetarmünzen für die Zeit von etwa 585 bis 670 von einer staatlichen Ordnung des Merowingerreiches und über die bisher nicht wahrgenommene Funktionselite der Monetare, deren über 1200 Namen eine zentrale Quelle der Sprachwissenschaften darstellen und die mit über 600 Orten verbunden sind. Der Band versammelt Münzabbildungen und Beschreibungen, sprachwissenschaftliche Kommentare zu allen Personennamen der Münzen des Berliner Bestandes, Kommentare zu Hauptorten der Münzprägung sowie Einführungen in sprachliche, numismatische, politische, wirtschaftliche, rechtliche und kulturelle Bedingungen der Zeit in Gallien.
6. Archäologisch-historisches Forum
Der Band 26 der Reihe MittelalterStudien versammelt die Beiträge einer interdisziplinären Tagung, die die „Gräber im Kirchenraum“ aus historischer, kunsthistorischer und archäologischer Sicht in den Blick genommen hat. Inhaltlich schlagen die Aufsätze einen weiten Bogen und behandeln von den Jenseitsvorstellungen und der memoria im Frühmittelalter über die Motive für die Beisetzung in Königsgrabkirchen auch die monumentalen Grabmonumente des 16. Jahrhunderts und die dahinter stehenden Intentionen. Besondere Aufmerksamkeit erfährt dabei immer wieder die Frage, welchen Personenkreisen überhaupt das Privileg eingeräumt wurde, sich innerhalb des Kirchenraums möglichst nahe bei den Heiligen, ad sanctos, bestatten zu lassen.
Münzen sind für das Mittelalter lange Zeit vor allem eine Sache der Numismatiker geblieben. Erstmalig wird nun mit einem großen Münzbestand eine zentrale Quelle zum Verständnis der europäischen Frühgeschichte aus den verschiedensten fachlichen Perspektiven und Forschungstraditionen heraus in einem gemeinsamen Unternehmen untersucht und für die weitere Forschung aufbereitet.
Mehrere tausend merowingische Goldmünzen des 7. Jahrhunderts haben das Potential, unsere Sicht auf den Epochenwandel wesentlich zu verändern, und dies, obwohl die meisten von Ihnen seit über 100 Jahren gut bekannt sind. Es ist der Erkenntnisgewinn mehrerer Fächer, der es möglich macht, diesen einzigartigen Quellenbestand in seinem Wert für das Verständnis des 7. Jahrhunderts in Gallien neu zu bewerten.
In der mittelalterlichen Ordenslandschaft bestand ein erstaunliches Spannungsverhältnis zwischen Stetigkeit und Wandel. Vom frühmittelalterlichen Mönchtum zur Zeit der Langobarden und Karolinger bis hin zur Ordenslandschaft der Franziskaner und Augustiner im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit wird das Verhältnis von Kontinuität und Diskontinuität beleuchtet. Themen sind u.a. die Verschiebung des monastischen Lebens, die Kontinuitätsstiftung in englischen Benediktinerklöstern und die Kontinuitätsdarstellung in der Ordenschronistik des Hoch- und Spätmittelalters.
In diesem Band geht es um das Spannungsverhältnis zwischen Kloster und Stadt, um Integrität, Wechselspiel und Abgrenzung von monastischen und urbanen Systemen. Neun Autoren beleuchten den Standort von Klöstern im Stadtgefüge und damit verbunden das Leben der Menschen in und außerhalb der Klosteranlagen, die Präsenz der jeweiligen Orden in der Stadt, bauliche Erscheinungsbilder der Siedlungskomplexe und unterschiedliche Religions- und Gesellschaftsmodelle. Neben dem geistlichen Einfluss des Klosters auf die Stadt steht auch der geistige. So sind Bildung und Wissen im Mittelalter fester Bestandteil der Wirkung des monastischen auf das urbane System, die sich beide immer auch zwischen Herrschaft und Sozialtopographie zu positionieren suchten.
Identitäten zwischen Konfrontation und Annäherung
Das 10. Jahrhundert sieht die Wikinger auf dem Höhepunkt ihrer Macht und ihres Einflusses. Zugleich geht es jedoch über in eine Phase der Konsolidierung, als deren Ergebnis sich diejenigen Staaten herausbilden, die bis heute das Bild Europas prägen.
Dieser Transformationsprozess wird in enger Verknüpfung mit den Entwicklungen im fränkisch-ottonischen Reich von Archäologen und Historikern aus Deutschland und Dänemark hier erstmals aus dieser Perspektive vorgestellt.
Alles Materielle kann Fragment sein oder werden, Artefakte ebenso wie natürliche Gegenstände. Das Phänomen Fragmentarität betrifft nahezu alle wissenschaftlichen Disziplinen. Trotzdem gibt es keinen fachübergreifenden Austausch darüber, wodurch etwas zum Fragment wird; so können unvollständige Gegenstände ebenso als Fragmente bezeichnet werden wie unvollendete. Außerdem sprechen wir von ›Fragmenten‹ stets nur in Hinsicht auf das, was als Überrest oder Zeichen eine spezifische Bedeutung für uns hat. Doch wenn ›Fragmentarität‹ eine (wissenschaftliche) Zuschreibung ist, nach welchen Regeln erfolgt sie und wie hat sie sich historisch gewandelt? Die Beiträger des Bandes beschreiben aus der Perspektive ihres jeweiligen Faches, aber interdisziplinär anschlussfähig, Szenarien, Konzepte und Formen der Ästhetisierungen von Fragmentarität.
Völker, Reiche und Namen stehen als Marksteine des Übergangs von der Spätantike zum frühen Mittelalter im Zentrum dieses Bandes.
Dabei werden Fragen bezüglich der Bedingungen von Staatlichkeit und der Identität der Völker sowie verschiedene Faktoren, die auf die Reichsbildungen einwirkten, wie z.B. Eliten, Legitimationsstiftung, Akkulturation, Christianisierung, untersucht und diskutiert.