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  • Author or Editor: Oswald Schwemmer x
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Zur Analyse des sprachlichen Denkens
Sprechen und Denken – ein schwieriges Verhältnis. Wie formt die Sprache unser Denken, und was gewinnen und was verlieren wir dabei?
Nicht alles Denken ist sprachliches Denken. Bilder und Klänge, Geräusche und Gefühle, Gesichter und Gebärden und vieles andere mehr: all dies taucht in unseren Vorstellungen auf und mischt sich in unser Denken ein. All diesem ist aber eines gemeinsam: Man kann es mit dem Mantel der Sprache umkleiden und es damit in eine Form, eine Form aus Wörtern, bringen. Durch diese Form können wir im Reich der Wörter Querverbindungen ziehen und Zusammenhänge stiften. Im Reich der Wörter kann das sprachliche Denken auf diese Weise Sinnverhältnisse gründen. Aber verblendet uns nicht auch der Wortzauber? Die Form, die wir in unserem Denken durch ihn gewinnen: Ist sie das Ereignis einer lebendigen Sinnentstehung in unserem Denken oder einer Sinnverödung in toten Formeln?
Studien zur Philosophie Oskar Beckers
Der Band enthält neben den wissenschaftlichen Abhandlungen über Oskar Becker im Anhang eine auszugsweise Veröffentlichung von Beckers Bonner Vorlesung von 1956, in der er die »Grundlinien der Anthropologie« in Auseinandersetzung mit Heidegger entwickelt.
Wie in den vorangehenden Studien zur Philosophie Oskar Beckers erweist sich auch in den Beispielen der philosophischen Auseinandersetzung, die in diesem Band vorgelegt werden, dass vom Ansatz und der Weiterführung der transzendentalen Phänomenologie zahlreiche Brückenschläge zu gegenwärtig zunächst disparat scheinenden Versuchen einer systematischen Philosophie möglich sind und auch fruchtbar werden können. Dies zunächst im Sinne einer in der Diskussion zwischen Paul Lorenzen und Oskar Becker nicht grundsätzlich ausgeschlossenen Nähe, dann aber auch im Sinne der kulturalistischen Weiterführung des Erlanger Konstruktivismus.