Search Results

You are looking at 1 - 3 of 3 items for :

  • Author or Editor: Bernd Hamacher x
  • Search level: All x
Clear All
Literarische Aspekte kultureller Krisen um 1800
Author: Bernd Hamacher
Die heute allgegenwärtige Debatte um das Gewaltpotenzial von (Offenbarungs-)Religionen beginnt mit der wechselseitigen metaphorischen Ersetzung von Offenbarung und Gewalt gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Hamachers Buch rekonstruiert die literarische Vorgeschichte der bedeutendsten Krise der Moderne, die am 11. September 2001 ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte. Offenbarung und Gewalt bilden eine Schnittmenge, die als Störung lebensweltlicher Normalität, als Einbruch in den Sinnzusammenhang der Kultur beschreibbar ist und in den Jahrzehnten um 1800 im Zuge kultureller Selbstreflexion in der Literatur verhandelt wird. Durch die Analyse der textuellen Krisenherde – mit Hauptkapiteln zu Lessing, Kleist und Goethe – lässt sich ein literaturwissenschaftlicher und -geschichtlicher Beitrag zu aktuellen kulturkritischen Debatten formulieren
Die Beiträge in diesem Band befassen sich mit verschiedenen Ausprägungen von Arbeit bei Goethe und nehmen dabei sowohl Werk und Biographie als auch die Rezeption in den Blick.
Zu Lebzeiten Goethes erfährt die Arbeit eine essenzielle mentalitätsgeschichtliche Veränderung, die eng an das Zusammendenken von Arbeit und Technik geknüpft ist. Diesen Wandel dokumentieren Goethes Werke in mehrfacher Hinsicht. So greifen sie etwa die Vielfalt der Vorstellungen über Arbeit auf, die von einer mühevollen, nützlichen Tätigkeit bis hin zu einem hervorbringenden, sinnhaften Tun reichen, und reflektieren somit die Ausweitung des Arbeitsverständnisses von einer ökonomischen zu einer anthropologischen Konstante. Darüber hinaus spiegeln sie das Alltagswissen im proto-industriellen Zeitalter über die Bipolarität der Arbeit als produktives und gleichzeitig destruktives Phänomen.
Neue kulturwissenschaftliche Lektüren
Thomas Mann ist ein moderner Klassiker. Seit mehr als einem Jahrhundert antworten seine Texte – immer neu, immer anders, bis heute verblüffend – auf die Fragen einer sich wandelnden Gegenwart: so auch auf die neuesten Fragen der Kulturwissenschaft.
Dieses Buch dokumentiert diese Antworten in sechs unterschiedlichen theoretischen Perspektiven. Im Blick auf das Tier zeigt sich Thomas Manns literarische Anthropologie. Queer- und Medien-theoretisch geht es um Skopophilie, Oper, Grammophon und Stimmung. Zu den Institutionen in Thomas Manns Œuvre zählen Eisenbahn, Familie und Operette. Psychoanalytisch kommt mit der Kindheit auch die Scham in den Blick. Die Tradition schließlich schafft literarische Vorbilder wie Einflussangst; Musik bietet dagegen den Trost des Melodischen.