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  • Author or Editor: Till Dembeck x
  • Brill | Fink x
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Politik, Semantik und Poetik der Verbindlichkeit
„Danke“ sagen: ein alltäglicher Akt. Dankbarkeit, so vermutet man rasch, sei ein urmenschliches Gefühl, sie verbinde Menschen, sie drücke Selbstlosigkeit aus. Der vorliegende Band prüft solche Annahmen. Gegenstände der Untersuchungen sind unter anderem Dankesrituale, Dankesbekundungen in Film, Literatur und Wissenschaft sowie die Geschichte des Danks. Alles in allem entpuppt der Dank sich als vielgestaltiges soziales und semantisches Phänomen, das alle Bereiche menschlicher Kommunikation berührt.
Praktiken audioliteralen Schreibens und Verstehens
Das Hörbuch ist ein literarisch relevantes Produktions- und Rezeptionsmedium, das nicht auf die Distribution literarischer Texte beschränkt bleibt, sondern selbst zur Genese einer neuen, produktiven und rezeptiven audio-literalen Ästhetik beiträgt.
Gefragt wird nicht nur, was ein Hörbuch ist und wie es sich von anderen Medien abgrenzen lässt, sondern auch, welche audio-literalen Verfahren darin zur Anwendung kommen. Es werden die akustischen Schnitttechniken Rolf Dieter Brinkmanns oder Peter Kurzecks als poetologische Strategien analysiert und nach der Synästhesie eines transienten Mediums ebenso gefragt wie nach einer Theorie der Audioliteralität. Zudem geht es um eine Bestimmung akustischer Paratextualität und um die Frage, inwiefern sich die hörbaren »Seelenspuren der Dichter« als Intimisierung des Vortrags verstehen lassen.
Interkulturalität als (un)vollendetes Projekt der Literatur- und Sprachwissenschaften
Angesichts des besonders für die interkulturelle Literaturwissenschaft schon seit längerem konstatierten Mankos einer literaturtheoretischen Fundierung ihres Gegenstandes stellt sich das Buch einerseits der (Grundsatz-)Frage nach der Interkulturalität literarischer Texte und ihren entsprechenden Strategien und Verfahrensweisen; andererseits gehen die Beiträge im Einzelnen aber auch der Frage nach, innerhalb welcher kulturellen Muster und diskursiven Formationen sich sowohl die Texte als auch ihre Interpreten jeweils bewegen.
Die Ethik des Zitierens
Zitate sollen nicht nur genau sein, sie sollen 'gerecht' sein, und doch können sie missbraucht werden: Eine Ethik des Zitierens versucht der Verpflichtung fremder Rede 'im Namen des anderen' nachzuspüren. Philologische und linguistische, rhetorische und intermediale Aspekte einer zwischen Fremdbestimmung und Neuinterpretation oszillierenden Zitatpraxis werden hier aus interdisziplinärer Perspektive untersucht. Strategien der Beglaubigung wie des Widerstreits, die mit dem Zitieren seit je verbunden sind, in der Rechtssprechung, der Theologie und der Geschichte, werden mit Analysen der Authentizität sowie des Plagiats gekreuzt, wobei das kulturgeschichtliche Spektrum des Bandes von der Antike bis in die unmittelbare Gegenwart reicht, zur Zitierpraxis des Bundesverfassungsgericht und des Films.