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Die photographische Entdeckung der Welt im 19. Jahrhundert
Author: Bernd Stiegler
Untersuchungen zur Funktion der Eigennamen in der Literatur des 20. Jahrhunderts
Author: Bernd Stiegler
Author: Bernd Stiegler
Nicht große Photographen und klangvolle Namen, nicht die Klassiker und die Inkunabeln der Photographiegeschichte stehen im Zentrum dieser Erkundungen, sondern vielleicht merkwürdige, aber gleichwohl wichtige Fragen:
Warum interessieren sich Cyborgs für Photographien (obwohl sie keine eigene Geschichte haben)?
Kann man Elfen photographieren (und wie dann solche Bilder öffentlich verteidigen)?
Warum photographiert man Wolken (geben sie doch wenig zu sehen)?
Gibt es abstrakte Photographien (obwohl Photographien ja immer einen Bezug zum Gegenstand aufzuweisen scheinen)?
Kann man photographisch reisen, ohne sein Zimmer verlassen zu müssen (und doch die fernen Welten so erkunden, als sei man mittendrin statt nur dabei)?
Wie photographiert man Typen (wenn man immer nur Individuen aufnehmen kann)?
Können Bilder zerstören (obwohl sie eigentlich einen eher bewahrenden Charakter zu haben scheinen)?
Oder schließlich: Gibt es ein glückliches Mißlingen (auch wenn Scheitern kaum eine positive Erfahrung sein dürfte)?
Die Antworten auf diese Fragen führen einmal kreuz und quer durch die Photographiegeschichte und schreiten zugleich ihre Grenzen ab.

Von Adorno bis Žižek
Wenn man die noch recht kurze Geschichte der Medientheorie betrachtet, so fällt auf, daß eine Vielzahl von philosophischen Theorien gar nicht oder bestenfalls am Rande rezipiert wird, andere hingegen in zahlreichen Texten und Theorien erscheinen – und dies in aktiver Bezugnahme wie auch in konsequenter Absetzung. Zudem zeigt sich, daß viele der Theorien auf nur wenige Theoriesegmente oder Texte reduziert werden, die dann wie Versatzstücke oder mitunter wie erratische Blöcke durch die Theorien wandern. Nicht selten kann in der Rezeptionsgeschichte eine paradigmatische Deutung ausgemacht werden, die dann die weiteren Lektüren maßgeblich bestimmt. Das Buch antwortet in 18 theoretischen Porträts auf solche eigentümlich verunglückten Rezeptionsformen und schafft Abhilfe mit dem Ziel einer neuen philosophischen Grundlegung der Medienwissenschaft.
Deutungen des Himmels in der Moderne
Moderne Wolkenbilder sind mehr als Darstellungen meteorologischer Phänomene. Sie bieten Interpretationen komplexer Wirklichkeit. Das Buch diskutiert anhand ausgewählter Wolkenbilder von der Romantik bis Gerhard Richter, mit einem Schwerpunkt auf dem 20. Jahrhundert, wie moderne Künstler den Himmel unterschiedlich wahrnehmen und deuten: als große, alles umfassende Einheit, als Spiegel menschlicher Verfassung und Imagination, als Ereignis und Überwältigungserlebnis, als Chaos und Zufall. Als Wolkenbilder werden sowohl Darstellungen des bewölkten Himmels (Malerei und Fotografie) als auch abstrakte Bilder, denen Wolkenstrukturen zugrunde liegen, analysiert. Wie Naturbild und abstraktes Bild in dieser Gattung einander nahekommen, ist ein eigener Argumentationsstrang. Wolken, so die These, interessieren die modernen Künstler als Metaphern einer diesseitigen Unendlichkeit.
Photographie als Reflexionsmedium und Kulturtechnik
Author: Bernd Stiegler
Begreift man die Photographie als Reflexionsmedium, das in immer wieder neuer und nicht selten überraschender Weise das auszuloten versucht, was in einer Kultur als Realität verstanden wird, so eröffnet sich nicht nur ein neuer Zugang zur Geschichte der Photographie, sondern ergibt sich auch eine Neubestimmung ihrer kulturellen Funktion. Photographien erweisen sich in dieser Perspektive als Montagen des Realen.
Die Photographie ist zudem mehr als nur ein technisches Medium unter anderen: sie ist ein Leitmedium des Realitätsverständnisses in höchst unterschiedlichen kulturellen Kontexten.
Mit dieser theoretischen Neubestimmung der Photographie geht die Aufgabe einher, das Lesen von Photographien als neue Kulturtechnik in den Blick zu nehmen. Wenn bereits Moholy-Nagy davon spricht, dass der Analphabet der Zukunft derjenige sein wird, der nicht imstande ist, Photographien zu lesen, so unterstreicht er diese Bedeutung der Photographie als regelrechte neue Kulturtechnik.
»Montagen des Realen« versucht an unterschiedlichen Beispielen, die von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart reichen und wichtige theoretische Positionen (u.a. Barthes, Sontag, Foucault) ebenso einschließen wie paradigmatische Photographen (etwa Chaldej, Rosenthal, Rodchenko und Gursky), die Photographiegeschichte als Kulturtechnik und Reflexionsmedium zu lesen. Dabei kommen literarische Texte von Gautier, Flaubert, Zola bis hin zu Strindberg und Ernst Jünger ebenso zu Wort wie Fragen der Typographie und auch der Beziehung zum Film. Am Ende steht der Versuch, die Montage als eine Kulturtechnik zu begreifen, die nicht nur eine lange Geschichte hat, sondern auch für die Entzifferung der Geschichte der Gegenwart von zentraler Bedeutung ist.
Dingkonzepte und Wahrnehmungstechniken 1918-1939
Author: Tobias Wilke
Medialität scheint Unmittelbarkeit per definitionem auszuschließen - und doch ist es gerade der Zusammenhang dieser beiden Phänomene, der in den 1920er und 1930er Jahren zu Brennpunkt der beginnenden Medienreflexion avanciert. Von Hugo Münsterberg bis Rudolf Arnheim, von Fritz Heider bis Lásló Moholy-Nagy, von Béla Balázs bis Walter Benjamin reichen die Versuche, jenes Verhältnis psychologische und ästhetisch zu konzipieren. Indem sie das Spannungsfeld von dringlicher Wahrnehmungswelt, technischen Apparaturen und menschlichem Sensorium neu kartieren, bringen sie "Medien der Unmittelbarkeit" hervor.
Photographie in Buch und Presse (1816-1914)
Nach der Verbreitung der Schrift durch den Buchdruck stellt die massenhafte Verbreitung von Bildern eine der großen Revolutionen der westlichen Kultur dar. Obwohl sie fraglos eine der Kernfragen der westlichen Kulturgeschichte darstellt, ist sie in ihrer Gesamtheit bis heute noch nicht untersucht worden. Der vorliegende Band versucht, eine erste Bestandsaufnahme für den Bereich der Photographie zu leisten. Er konzentriert sich auf die Anfänge der Verwendung von Photographie in Buchillustration und Presse. Das Spektrum reicht dabei von der Entstehung der Photographie aus frühen Experimenten, die eine massenhafte Verbreitung von Bildmaterial zum Ziel hatten, über erste Versuche eines kommerziellen Vertriebs bis zur allmählichen Einführung der Photographie in der Populärpresse und der Untersuchung der Verwendung der Photographie in Theater, wissenschaftlichen Veröffentlichungen oder kriminalistischen Untersuchungen und schließlich der Rolle des gedruckten Bildes in deNeudefinition des künstlerischen Verständnisses insgesamt. Untersucht werden die Einflüsse des technischen Bildes auf die Kultur des 19. Jahrhunderts. Hiermit ergibt sich ein innovativer Beitrag zum Verständnis des allgemeinen Funktionierens von Repräsentation und den grundlegenden Veränderungen, die die Verbreitung der Photographie in der Moderne nach sich gezogen hat.
Literatur, bildende Künste, Film, Fotografie, Musik, Theater bis 1933
Author: Hanno Möbius
Montage und Collage gelten im allgemeinen als paradigmatische Darstellungsformen der Moderne. Dennoch sind sie nur wenig erforscht worden. Die bisherigen Untersuchungen beschränken sich zumeist auf einzelne OEuvres und bleiben im Rahmen nur einer Disziplin. Anders als die Wissenschaftler waren die Montagekünstler aber darauf aus, die Grenzen ihrer Künste zu durchbrechen. Die Studie folgt ihnen und stellt den ersten umfassenden Versuch dar, die Entwicklung der Montage intermedial und interdisziplinär in ihrer historischen und systematischen Komplexität darzustellen und theoretisch zu begründen. Die Weiträumigkeit und die historische Tiefe des Themas wird in komplexer Verschränkung, aber übersichtlich präsentiert, wobei die theoretische Reflexion in eigenen Kapiteln fortlaufend entwickelt und ergänzt wird.
Orte und Räume des Wissens in Mittel- und Osteuropa
Eine andere Geschichte der Moderne ist zu entdecken und das überkommene Bild zu korrigieren.
Spricht man von der Moderne, so spricht man gemeinhin von den westlichen Metropolen, von Wien, Berlin, London oder Paris, nicht aber von Breslau, Budapest, Lemberg, Ljubljana oder Warschau. Gleichwohl haben sich auch in Mittel- und Osteuropa Künstler, Wissenschaftler und Philosophen zu Gruppen formiert, die einen dynamischen Wandel der jeweiligen Kultur vorantrieben. Das bisherige Gesamtbild der Moderne in Europa ist somit unvollständig, einseitig und zeugt von einer eigentümlichen Schräglage. Der Band versucht dieses Bild zu korrigieren, indem er anhand von exemplarischen Fallstudien solche Zentren in den Blick rückt und als regelrechte Laboratorien zu entdecken sucht. Bemerkenswerte Wechselbeziehungen zwischen Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften und Kunst, aber auch der Austausch der Orte untereinander sind zu beobachten. Sie eröffnen eine andere Geschichte der Moderne und kartographieren das ästhetische und epistemologische Feld der Moderne neu.