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  • Author or Editor: Gerhard Poppenberg x
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In: Planet Rousseau
Studien zum spanischen auto sacramental von den Anfängen bis zu Calderón
Autos sacramentales sind allegorische Theaterstücke, die in Spanien im 16. und 17. Jahrhundert zum Fronleichnamsfest aufgeführt wurden und deren Thema das Sakrament der Eucharistie ist. Sie sind als ein spezifischer Ausdruck der Formation der frühen Neuzeit lesbar, die in Spanien die deutlichste Gestalt angenommen hat: der posttridentinisch-gegenreformatorisch geprägten katholischen Prämoderne. Fraglich ist dann, wie das Fronleichnamsdrama zur Artikulationsgestalt einiger die Zeit bestimmender Tendenzen hat werden können. In welcher Hinsicht kann das Fronleichnamsfest und ein zu ihm aufgeführtes allegorisches Theaterstück neuzeitlich sein? Die eucharistischen Debatten gehören zu den strittigen Fragen im Zeitalter der Religionskämpfe. Das Fronleichnamsfest ist die höchste Ausdrucksform der katholischen Mentalität der Prämoderne. Deshalb kann eine Untersuchung des auto sacramental, der literarischen Gestalt des eucharistischen Komplexes Einsichten in die geistige Eigenart vermitteln, die damit eingeübt und anerzogen wurde. Rekonstruiert werden geistes- und kulturgeschichtliche Kontexte, aus denen die Stücke zu verstehen sind und etwas über die frühe Neuzeit zu verstehen geben: die spirituelle Literatur der Zeit sowie die Kontroversen um das Sakrament der Eucharistie: ein Versuch über das Sakramentale unter den Auspizien der Neuzeit. In drei Teilen werden drei Hauptmomente der Stücke entwickelt: der psychomachische Inhalt, der eucharistische Gehalt und die allegorische Form. Ein ergänzender Teil ergibt sich aus dem eucharistischen Komplex; er handelt vom Opfer und seiner literarischen Gestalt. Die Allegorie im Verständnis Calderóns als eigenständige Denk- und Erkenntnisform vorzuführen, ist Sinn und Ziel der Ausführungen. Sie läßt Rückschlüsse auf die Konzeption der Stücke insgesamt zu: auf ihren Status im Rahmen des Fronleichnamsfests, des eucharistischen Komplexes überhaupt und schließlich der konfessionellen Streitigkeiten der Zeit. Dabei geht es zuletzt um die Frage nach der Wahrheit in der Literatur. Nicht philosophische, sondern literarische Erkenntnis ist das Ziel. Die Allegorie als deren Form (weiter)entwickelt zu haben, ist der spezifische Beitrag Calderóns zu seiner Zeit und dieser Zeit zur Geschichte der Neuzeit.
In: Zwischen dem Heiligen und dem Profanen
In: Planet Rousseau
In: Planet Rousseau
In: Begriff und Darstellung der Natur in der spanischen Literatur der Frühen Neuzeit
In: Begriff und Darstellung der Natur in der spanischen Literatur der Frühen Neuzeit
Zur heteronomen Genealogie der Moderne
Das Werk Rousseaus ist ein Ereignis planetarischer Auswirkung. Dass dieses Werk symptomatisch für die Moderne wurde, hat seinen Grund in der aporetischen Verschränkung von Autonomie und Heteronomie, die nach dem Tod des Königs jeder republikanischen Verfassung eingeschrieben ist.
Rousseau ist sich dieser Problematik bewusst, wenn er um die Frage von Fremd- und Selbstbestimmung kreist. Er legt eine Spaltung im Subjekt gerade dort bloß, wo sich kollektive Vernunft und individueller Affekt, symbolische Ordnung und Imaginäres entzweien. Das diskursive Feld, das man als »Rousseauismus« bezeichnet, bleibt davon nicht unberührt; denn wenn politische Denker und Literaten weltweit Rousseau für sich in Anspruch nehmen, transkodieren sie kein stabiles Wissen, sondern verstricken sich unweigerlich in Widersprüche. Diesen Widersprüchen gehen die Autoren von Planet Rousseau nach.
Der Begriff der Natur gehört seit der Frühen Neuzeit zum Selbstverständnis der europäischen Kultur. Allerdings lässt er sich kaum erfassen.
»Natur« umfasst ein immenses Bedeutungsspektrum: den Gesamtzusammenhang des Universums und seiner Gesetzmäßigkeiten, das Wesen der Dinge und des Menschen sowie den Erfahrungsraum einer von der Zivilisation noch nicht gestalteten Welt. Es mag an dieser Vielschichtigkeit liegen, dass übergreifende Untersuchungen zu diesem Thema bisher selten sind.
Behandelt werden die anthropologische Dimension des Naturbegriffs, wie sie sich im Verständnis von Körper und Krankheit niederschlägt, die Begegnung mit außergewöhnlichen und neuen Naturphänomenen sowie der Entwurf von Gegenräumen zur gesellschaftlichen Welt, die sich von Bildern ungestalteter Wildheit bis zu idyllischen Szenerien erstrecken.