Search Results

You are looking at 1 - 4 of 4 items for

  • Author or Editor: Matthias Warstat x
  • Search level: All x
  • Status (Books): Published x
Clear All
Kunst, Risiken und Nebenwirkungen
In der Vielfalt ihrer Ausprägungen und Ausmasse entziehen sich die Wirkungen von Kunst einer trennscharfen, einhegenden Be-stimmung. Dieser transdisziplinäre Band soll einen offenen Blick für die Erfahrungsdimension des Ästhetischen entwickeln, der kognitive und körperliche, reflexive und emotionale, performative und semiotische Aspekte gleichermassen integrieren kann. Dabei rücken Erfahrungsweisen in den Mittelpunkt, die in wissen-schaftlichen Ästhetikdebatten in jüngerer Zeit häufig zu kurz gekommen sind oder sogar zu blossen ‚Nebenwirkungen’ der Kunst degradiert wurden: Wie mischt sich das Ästhetische mit dem Emotio-nalen? Wie ändert sich die ästhetische Erfahrung des Rezi-pienten, wenn er zum aktiven Ein-greifen in künstlerische Prozesse gezwungen wird? Inwieweit sind Verletzungen und Repulsionen äs-thetisch erfahrbar?
Wirkungsästhetiken des Theaters
Ästhetische Erfahrungen haben Wirkungen: einerseits auf ihre Subjekte, andererseits auf gesellschaftliche Gruppen und politische Prozesse.
Seit den Avantgarden hat das Theater mehr als andere Kunstformen wirkungsästhetische Projektionen auf sich gezogen. Wenn es um Wirkungen von Theater geht, werden in den ästhetischen Diskursen der Moderne sowohl riskante Krisenerfahrungen als auch hochgespannte Heilungserwartungen heraufbeschworen – oft als zwei Seiten derselben Medaille: die Krise ist die Heilung; die Heilung ist die Krise. Welche Versprechungen und welche Enttäuschungen mit dieser Diskursfigur verbunden waren, diskutiert die Studie im Blick auf Theater- und Performancekunst im 20. Jahrhundert, politische Theatralität, Theatertherapie und social theatre.

Full Access
Die Inszenierung der Gesellschaft
Leben wir noch in einer Gesellschaft? Handelt es sich bei der Gesellschaft nicht um jene trügerischen Fiktionen von Ganzheit, auf die wir angewiesen sind, um sich im Denken und Handeln zu orientieren? Und gehört Gesellschaft nicht zu den großen Erzählungen, die vom Poststrukturalismus erfolgreich verabschiedet wurden?
Matthias Warstat widerspricht all diesen Annahmen. Gesellschaft existiert, auch wenn der Begriff heute jede Selbstverständlichkeit verloren hat. Gesellschaft ist etwas, das sich zeigt. Zudem ist ihre sinnliche Erfahrung an Theatralität gebunden. Nicht abstraktes Wissen, sondern konkrete Bilder und Szenen vermitteln uns das Gefühl, in ihr zu leben: Was für eine Art von Theater wird im sozialen Leben gespielt? In welchen Szenen scheint Gesellschaft auf? Wie tragen die Einzelnen durch ihr theatrales Handeln zur Darstellung von Gesellschaft bei – und was für eine Gesellschaft entsteht auf diese Weise? In zentralen Positionen aus der Sozialtheorie der Moderne sind theatrale Denkfiguren überdeutlich präsent. Das Buch verfolgt diese Linie bis zu prägenden Positionen der letzten Jahrzehnte, um daraus ein eigenes Verständnis gesellschaftlicher Theatralität zu entwickeln.
Full Access
Full Access
Diskurs - Macht - Analyse
Kultur artikuliert, reproduziert und reflektiert sich in hohem Maße in Aufführungen. Das theaterwissenschaftliche Forschungsprojekt Ästhetik des Performativen hat einen analytischen Aufführungsbegriff entwickelt, der den Geistes- und Sozialwissenschaften in- zwischen als neuer Leitbegriff dient.
Vertreter der Theater- und Tanzwissenschaft, der Ethnologie, der Anthropologie, der Theologie und der US-amerikanischen Performance Studies testen die Reichweite dieses Aufführungsbegriffs und entwickeln ihn weiter. Dabei setzen sie drei Schwerpunkte: Erstens wird diskutiert, wovon eigentlich die Rede ist, wenn 'die Aufführung' zur Sprache kommt. Zweitens wird die soziale und politische Dimension von Aufführungen in Bezug auf die Zirkulation von Macht erörtert. Drittens werden unterschiedliche Analysemethoden erprobt.
Full Access