Wirtschaftsethik und Ökonomik der pharmazeutischen Industrie
Eine bittere Arznei: Arzneimittel sind teuer. Arzneimittel werden nicht für die Krankheiten der armen Länder produziert. Arzneimittel werden nicht so innovativ produziert, wie es möglich und nötig wäre. Die Kritik an der pharmazeutischen Industrie ist groß und verbreitet. Andererseits sind Innovationen wie neue Wirkstoffe selten und schwer zu finden. Arme Länder verfügen nicht über die Kaufkraft, die für die Entwicklung notwendig ist. Wirksame neue Arzneimittel sind teuer in ihrer Erforschung und Entwicklung. Die Wirtschaftsethik, Ethik und Ökonomik der pharmazeutischen Industrie sind eine Herausforderung sowohl an die Produzenten der Arzneimittel wie auch an deren Benutzer, die Patienten und die Gesundheitssysteme. Die ethischen und ökonomischen Fragen der Produktion und des Konsums von Arzneimitteln werden in diesem Buch in der Zusammenarbeit von Wirtschaftsethikern und Ökonomen umfassend dargestellt.
Wie viel Ökonomie ist gut für die Gesundheit?
Um Kosten zu senken, wird das Gesundheitswesen zunehmend ökonomischen Zwängen unterworfen. Ob diese Praxis mit ethischen Ansprüchen vereinbar ist, bleibt fraglich.
Es besteht die Gefahr eines Verlustes ärztlicher Autonomie und der Vernachlässigung ethischer Fragen in der Krankenversorgung. Die Spannungen zwischen wirtschaftlichen und ethischen Imperativen müssen deshalb klar benannt werden.
Diskutiert werden Chancen und Probleme von Anreizsystemen, dem Wettbewerb und Qualitätsmanagement der Gesundheitsanbieter sowie der Privatisierung im Gesundheitswesen.