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  • Author or Editor: Christian Moser x
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Subjektkonstitution in Schrift, Bild und neuen Medien
Die Autobiographieforschung tut sich bis heute schwer damit, in einen produktiven Dialog mit der Medienwissenschaft zu treten. Bislang sah sie in der Schrift (graphe) ein bloßes Instrument, um ein bereits gegebenes Selbst (autos) und seine Lebensge-schichte (bios) darzustellen. Mit dem Konzept der Automedialität wird diese Auffassung in Rich-tung auf eine medial und kultu-rell bestimmte Praxis der Subjek-tivierung überschritten. Der erste Teil des Bandes be-schäftigt sich mit der Rolle der Medialität in schriftgestützten Selbstdarstellungen. Im zweiten Teil wird der Frage nachgegan-gen, welche neuen Selbstprakti-ken sich im Umgang mit visuellen und elektronischen Medien her-ausgebildet haben. Der dritte Teil erkundet die Wechselbeziehun-gen zwischen Subjektkonstitution und Wissensgeschichte.
Schreibszenen in Bewegung zwischen Peripatetik und Mobiltelefon
In kultur- und medienwissenschaftlicher Orientierung fragt der Band nach einer Genealogie des mobilen, multifunktionalen Telefons, indem die Mobilisierung einzelner Aufzeichnungsmedien, wie Notizbuch, Fotoapparat, Filmkamera oder Tonbandgerät in den Blick genommen werden. Das Mobiltelefon entwickelt sich zu einem verschiedene Einzelmedien verschmelzende Hybridmedium bzw. vernetzten Kleincomputer, der eine Vielzahl wählbarer Funktionen in sich vereint und für unterwegs bereitstellt.
Spiel als Technik und Medium von Subjektivierung
Neben der Autobiografie gehört das Spiel zu den bedeutendsten Techniken der Subjektivierung. Der vorliegende Band geht Formen der Verschränkung von autobiografischen und ludischen Praktiken nach.
Wirkmächtige Modi dieser Verschränkung bieten der spielerischen Selbsterkundung Raum wie Autobiografie, Blog oder interaktive Performances. Der Fokus auf spielerische Praktiken von Selbstbezüglichkeit zeigt die potenzielle Offenheit von Subjektivierungsprozessen. Doch spielerische Praktiken münden nicht in Beliebigkeit. Sie besitzen häufig einen existenziellen Ernst, gerade weil die Bewegung ins Offene geht. Das Moment des Risikos ist für sie konstitutiv. Der »heilige Ernst«, den Johan Huizinga dem Homo ludens attestiert, tangiert auch den Status des dadurch konstituierten Subjekts, das sich oft selbst zum Einsatz des autobiografischen Spiels macht – sich selbst aufs Spiel setzt.
Das Schreiben umfasst mehr als den Akt der sprachlichen Formulierung: Es ›engagiert‹ und ›mobilisiert‹ die Körper der Schreibenden.
So gesehen kommt das Politische des Schreibens bereits dann zum Ausdruck, wenn sich die Bewegungen des schreibenden Körpers, die Mobilisierung der Schreibgeräte und die Beweglichkeit in der Sprache mit dem gesellschaftspolitischen Engagement und den Mobilmachungen der Moderne verbinden.
Vor diesem Hintergrund liefert der vorliegende Band eine erste Studie zum Ineinander von Schreiben und Politischem, mit der an die Tradition literaturwissenschaftlicher Forschung zur politischen Literatur und zum politischen Schreiben erinnert und angeknüpft, mit der aber auch neue Ein- und Ausblicke auf das Phänomen der politischen Schreibszene versucht und gewonnen werden soll.
Kulturelle Zwischenräume in amerikanischen, asiatischen und europäischen Metropolen
Die Großstädte wachsen. Vor allem in Asien und Südamerika stellen sie herkömmliche urbanistische Konzepte in Frage. Zugleich sind sie die kulturellen Räume, in denen sich nationale Orientierungen auflösen und interkulturelle Begegnungen mit anderen Traditionen, Sprachen und Ritualen vorgezogen werden. Den Zusammenhang zwischen metropolitanen Schauplätzen als Bedingungen für ein transnationales, plurales, hybrides Selbstverständnis und den kulturellen Ausprägungen desselben stellt der Band zur Diskussion. Es geht nicht nur um öffentliche Orte der Repräsentation von Wissen und Macht, sondern auch um Nebenschauplätze der Alltagskultur. Stadtsoziologische, medientheoretische, literaturgeschichtliche und kulturphilosophische Perspektiven wechseln sich ab, die Frage nach der Zukunft der Großstadt als global village zu beantworten.