Szenen einer medienanthropologischen Theorie des Geistes
AutorIn: Eva Schürmann
Wie macht sich der Geist ein Bild von der Welt? – Vermittels Darstellungen. In Texten und Bildern, Filmen und Aufführungen werden Vorstellungen präsentiert, die wie allgegenwärtige Zwischenglieder zwischen uns und den anderen fungieren. Gleichgültig, ob wir etwas erzählen oder ein Bild ins Netz stellen, ob wir Zeitung lesen oder Filme schauen, stets sind es Darstellungen, die Auffassungsweisen vergegenwärtigen.
Schürmann suspendiert anhand einer Theorie des Vorstellens und Darstellens sowie der Analyse spezifischer Darstellungspraxen – wie etwa der legendären Rodney King-Affäre, die angesichts der filmisch dokumentierten Fälle von Gewalt gegen Schwarze in den USA in letzter Zeit erschreckend aktuell geblieben ist – die Behauptung, wir lebten in einem postfaktischen Zeitalter, in dem sich Wahrheit und Fälschung nicht mehr auseinanderhalten ließen. Hiergegen entfaltet das Buch eine Darstellungstheorie in kritisch-therapeutischer Absicht. Es zielt darauf, Darstellungspraxen als spezifisch menschlich, weil geistig und freiheitlich, zu qualifizieren, um im Streit der Interpretationen bessere von schlechteren unterscheiden zu können – am Ende der Lektüre steht die Entwicklung einer „medienkompetenten Urteilskraft“.
Eine vergleichende Studie zur Kunst von James Turrell und der Philosophie Merleau-Pontys
AutorIn: Eva Schürmann
Dass Licht und Zeit etwas miteinander zu tun haben, ist keineswegs selbstverständlich. Wird Licht doch eher als zeitlos erfahren, der Tag als ein Überall, in dem wir meist fraglos aufgehen. Gleichwohl ahnt man, dass ein geheimnisvoller Zusammenhang besteht, die Themenstellung fordert heraus. Dem Leser dieses Buches wird es nicht anders gehen als den Autoren und Autorinnen, die sich als Schreibende auf die Frage nach dem Zusammenhang von Licht und Zeit eingelassen haben.