in Literatur und Auswärtige Kulturpolitik
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Profit oder Engagement? Bücher aus Osteuropa im Suhrkamp-VerlagsprogrammDer angloamerikanische Raum war bedeutender, der französische und der lateinamerikanische auch. Wie wichtig aber waren Bücher aus Osteuropa für den Suhrkamp-Verlag zwischen 1950 und 2000? Vor allem von Mitte der sechziger bis Mitte der achtziger Jahre war Suhrkamp ein Leitmedium in der deutschen Verlagslandschaft, ein Haus, das für sich programmatisch in Anspruch nahm, „mit zeitdiagnostischer Sinnlichkeit“ zu operieren und so geistige, gesellschaftliche, kulturelle Veränderungen abzubilden und zu repräsentieren. Ab wann und warum engagierte man sich im Bereich der russischen, polnischen oder tschechischen Literatur?
AutorIn: Sergej Taškenov
HerausgeberInnen: Dirk Kemper und Elisabeth Cheauré
Thomas Bernhard nörgelt am Steinhof: Zwischen Sprechen und Schweigen, Atemnot und Wahnsinn, Komik und Tragik wird das österreichische Enfant terrible neu gelesen. Die in der Tradition der russischen Germanistik verfasste Studie versucht – interkulturell und interdisziplinär – aufzuzeigen, wie die kalkulierte Bernhard’sche Schreibweise zwischen seiner Produktions- und Rezeptionsästhetik oszilliert, und eröffnet dadurch überraschende Wege zu einer neuen Lektüre des vertrauten Stils. Im Spannungsfeld zwischen der „untauglichen“ Sprache und dem „unmöglichen“ Dialog werden von dem österreichischen Meister neue Methoden erzeugt, die seine „Textbestattung“ und „Selbstgesprächigkeit“ in tiefere rezeptive Funktionalität und Wirksamkeit wenden und von einem komplexen künstlerischen „System Bernhard“ sprechen lassen.
Um 1900 changieren Zukunftsvisionen zwischen Euphorie und Pessimismus. Wie stellt sich das in so unterschiedlich entwickelten Ländern wie Deutschland, Österreich und Russland dar?
In allen drei Ländern nehmen um 1900 literarische wie philosophische Zukunftsentwürfe eine exponierte Stellung ein. Der massive Veränderungsdruck der industriellen Revolution provoziert vielfältige Versuche, gegenwärtige Entwicklungstendenzen auf die Zukunft zu projizieren. Gebrochen wird dies durch die innere Dialektik der Moderne, jenen Druck entweder als neuen Gestaltungsfreiraum euphorisch zu begrüßen oder aber als Bedrohung abzuwehren. Mit narrativen Zukunftsentwürfen steht die Frage im Mittelpunkt, wie das noch nicht Vorhandene sprachlich-ästhetisch bewältigt werden kann.