Die Genese des Selbstbewusstseins in Hegels "Phänomenologie des Geistes". Ein Kommentar
AutorIn: Folko Zander
Kein anderes Lehrstück hat die Hegelinterpreten so beschäftigt wie das über Herrschaft und Knechtschaft.
Vielen scheint hier das Kernstück von Hegels Sozialphilosophie vorzuliegen. Diese Buch kommt indes zum Ergebnis, dass in diesen Deutungen Hegels wissenschaftliche Methode zu wenig beachtet wurde. Wird sie ernstgenommen, verdeutlicht sich Hegels eigentliche Beweisabsicht: Wissen lässt sich nicht anders denn als Selbstbestimmung denken.

Zu den spannenden und lehrreichen Facetten des Deutschen Idealismus gehört zweifelsohne die mit der Auseinandersetzung mit Kants kritizistischer Position anhebende Debatte um einen neuen Skeptizismus. Von außerordentlichem Interesse bleibt hierbei der Gehalt der Repliken Reinholds, Fichtes und Hegels auf die Attacken von Gottlob Ernst Schulze. Aus heutiger Perspektive geht es um die philosophische Relevanz und Stringenz der verschiedenen Immunisierungsstrategien gegen den Skeptizismus. Der Band widmet sich den philosophischen Voraussetzungen, systematischen Aspekten und Kontexten der Angriffe Schulzes auf Reinhold, sowie den Auswirkungen dieser zum Teil neu zugespitzten Angriffe bei Fichte, Hegel u.a.
Der Band „Idealismus und Romantik in Jena“ nimmt die Jenaer Blütezeit zwischen 1794 und 1807 in den Blick und interpretiert sie als ein Neben- und Gegeneinander der beiden einflussreichsten Geistesströmungen um 1800.

In Jena entstehen zwischen 1794 und 1807 zwei geistesgeschichtliche Strömungen von Weltgeltung: der Idealismus und die Romantik. Die rasante Entwicklung immer neuer Ideen ist durch eine beträchtliche Anzahl junger, kreativer Geister geprägt, die in fruchtbarem Austausch und gegenseitiger Kritik um ein neues, angemessenes Verständnis der Moderne ringen.
Im Fokus des Bandes stehen Fragen zu einzelnen Autoren genauso wie zum Verhältnis beider Strömungen zueinander.