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  • Author or Editor: Bernd Stiegler x
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In: Spiegel mit einem Gedächtnis
Essays zur Photographie
Series:  Photogramme
Die hier vereinten Aufsätze des amerikanischen Wissenschaftlers, Schriftstellers und Essayisten Oliver Wendell Holmes aus den Jahren 1859 bis 1869 gehören zu den schönsten und dabei informativsten Dokumenten ihrer Art.
Wie ein Florilegium der frühen Photographiegeschichte versammeln sie all jene Metaphern und Bilder, die das theoretische Schreiben über das seinerzeit noch neue und aufregende Medium bis heute prägen. Holmes’ Deutung der Photographie als nachgerade physische Aufzeichnung und so zugleich Aufbewahrung des Dargestellten hinterließ Spuren bis Roland Barthes’ Die helle Kammer an der Schwelle des digitalen Zeitalters. Holmes zog daraus einen radikalen Schluss: Wenn hinreichend Photographien vorliegen, so war er überzeugt, wird die Betrachtung der dargestellten Objekte im Original verzichtbar, die photographischen Abbildungen können sie ersetzen. Und so imaginierte er photographische Bibliotheken, in denen der Betrachter herumwandert und fortwährend neue Entdeckungen macht. Dass dies auch in dreidimensionaler Weise, in der Tiefe des Raums, geschehen kann, verdankt sich nicht zuletzt der Erfindung des Stereoskops, zu deren Popularität Holmes mit der Entwicklung eines weit verbreiteten Modells beitrug. Und so nimmt es nicht wunder, dass einer der Essays, die hier erstmals vollständig in deutscher Übersetzung und mit einem ausführlichen Kommentar ediert werden, einen »Stereoscopic Trip across the Atlantic« in Angriff nimmt - einzig mithilfe der Photographien, ohne den Fuß vor die Tür zu setzen. Holmes’ Texte werden in diesem Band durch zahlreiche Bilder aus seiner umfangreichen Sammlung begleitet, ergänzt durch Photographien, die der Autor selbst anfertigte - als einer der ersten photographierenden Schriftsteller überhaupt. Wie diese Zusammenstellung vor Augen führt, birgt Holmes’ vielseitiger und ungemein erhellender Beitrag zur Photographie- und Mediengeschichte noch viele Entdeckungen.
Series:  Photogramme
Die Tatsache, dass Albert Renger-Patzsch und Ernst Jünger gleich zwei Bücher zusammen realisiert und deren Entstehungsprozess in einem Briefwechsel begleitet haben, ist durchaus überraschend. Hier treffen nicht nur Text und Bild, sondern zwei Haltungen aufeinander, die unvergleichbar zu sein scheinen. Während Albert Renger-Patzsch fortwährend auf der sichtbaren Seite der Dinge Formen und formale Beziehungen ausmacht, stellt Ernst Jünger den Entsprechungen von Oberfläche und Tiefe nach. Verwandt sind sie sich in ihrer Suche nach Formgesetzen, die Zeit stillstellen und aufheben. Der Band enthält zahlreiche z.T. bisher unpublizierte Abbildungen.