Suchergebnisse

Sie sehen 1 - 10 von 15 Elemente für :

  • Autor oder Herausgeber: Dietrich Boschung x
  • Literatur- und Kulturwissenschaften x
Alles löschen Suche ändern
Figures of Image Control
HerausgeberInnen: Günter Blamberger und Dietrich Boschung
Autobiographies and self portraits can be understood as figures of image control that try to express and secure a person’s reputation for contemporary and future generations. However, there have always been competing perspectives between self-descriptions and descriptions of oneself by others. It is this interplay that determines the current effects and the lasting impact of self-fashionings – and produces the distinction between “Dichtung und Wahrheit” (facts and fiction), between illusion and reality. Morphomata’s annual conference thus questions the cultural, historical, and medial figures of these distinctions in case studies from antiquity to the present.
Raumwissen und antiquarische Gelehrsamkeit
HerausgeberInnen: Dietrich Boschung und Alfred Schäfer
Bereits zur Zeit der europäischen Renaissance, lange vor der Ausrufung eines spatial turn in den Kulturwissenschaften, wurde das wechselseitige Verhältnis von Raum und Wissen als Analysekategorie eingeführt. Der Band demonstriert das mit Untersuchungen zu den archäologischen Landeskunden des 15. bis 17. Jahrhundert.
In der geographisch-historischen Betrachtung erschlossen sich im 15. Jahrhundert Raumkonzepte, die wiederum auf das eigene Selbstverständnis zurückwirkten. Der vorliegende Band geht in Fallstudien zu landeskundlichen Forschungen der frühen Neuzeit der Geschichte des Raumwissens nach. Dabei kommt Flavio Biondos Italia Illustrata (erschienen 1474) ein besonderes Interesse zu, da das Werk in vielen Bereichen Europas ähnliche Untersuchungen angeregt hat, etwa in Spanien, Skandinavien, der Schweiz und im Rheingebiet.
Der vorliegende Band bespricht mit Fallbeispielen sowohl die politisch bedingten Ausdifferenzierungen als auch die persistenten kulturellen Gemeinsamkeiten des 5. bis 6. Jhs. n. Chr. Die jahrhundertelange politische Einheit des Imperium Romanum hatte ihren Ausdruck in einer großen kulturellen Kohärenz gefunden, führte doch die Ausrichtung auf Rom zu Vereinheitlichungen in vielen Bereichen. Daraus resultierten allgemein gültige Normen, die sich in Gemeinsamkeiten der materiellen Kultur und der Sprache äußerten. Besonders augenfällig war die Homogenität der bildenden Kunst. Mit der Teilung des Imperiums und der Bildung germanischer Reiche auf römischem Boden zerfiel seit den Jahrzehnten um 400 n. Chr. zwar die politische Einheit, die Vorstellung eines einheitlichen Imperiums und einer gemeinsamen Kultur dauerte jedoch an.
Kulturelle Figurationen: Genese, Dynamik und Medialität
Wie drückt sich das Wissen des Menschen in Formen und Dingen der Kultur aus?
An dieser Leitfrage orientiert sich das Internationale Kolleg Morphomata: Genese, Dynamik und Medialität kultureller Figurationen in Köln. In einer Wiederaufnahme des griechischen Wortes mórphoma (pl. morphómata) – im Unterschied zur ideell gefassten Gestalt (morphé) – fokussiert das Kolleg Prozesse der Gestaltwerdung und Gestaltgebung sowie die hieraus entstandene konkrete Form. Deren Wirkmacht oder Verblassen, Tradierung oder Rekontextualisierung, Speicherung bzw. Speicherfähigkeit oder mediale Umcodierung bilden das Forschungsfeld in historischer wie in kulturvergleichender Hinsicht.

Aus dem Inhalt:
Einführung
GÜNTER BLAMBERGER, DIETRICH BOSCHUNG: Einleitung

Wortgeschichte
JÜRGEN HAMMERSTAEDT: Zur Etymologie des Wortes Morphomata
MARTIN ROUSSEL: »Agens der Form«. Konkretion und Kontingenz kultureller Figurationen
HANS ULRICH GUMBRECHT: Wozu Morphomata? Über die historischen Bedingungen und epistemologischen Möglichkeiten der Frage nach verkörperter Form
MIEKE BAL: Food, Form, and Visibility: The Aesthetics of Everyday Life
LUDWIG JÄGER: Störung und Eigensinn: Das transkriptive Verfahren der Sprache

Fallstudien ... zur materiellen Kultur
DIETRICH BOSCHUNG: Kairos als Morphom der Zeit – eine Fallstudie
ALAN SHAPIRO: Eniautos. Time,
Seasons, and the Cycle of Life in the Ancient Greek World
JÜRGEN HAMMERSTAEDT: Fremde Länder, unbekannte Tiere. Die Aneignung
landeskundlichen Wissens in den
Texten und Zeichnungen des Artemidorpapyrus
THIERRY GREUB: O Odyssee Where Art Thou? Die Odyssee Homers als Proto-Morphom und ihre Transformationen am Beispiel dreier zeitgenössischer Filme ... zu Texten
GÜNTER BLAMBERGER: Kleists Schrift »Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden« – eine Fallstudie
ANDREAS KABLITZ: Dantes Musenanrufe ... zu außereuropäischen Kulturen
RYOSUKE OHASHI: Inwieweit ist der »Wind« ein Morphom? Eine Figurationsdynamik der Kultur in Japan
JENNIFER VON SCHWERIN: Space-Time and Design in Maja Temple
Architecture
Das griechische Porträt und seine Verwendung in der antiken Welt
Die Beiträge des Bandes untersuchen, wie Formen und Möglichkeiten des griechischen Porträts außerhalb des Kulturraums, in dem sie zunächst entstanden waren, aufgenommen und für die Zwecke und Anliegen von lokalen Eliten eingesetzt worden sind.
Die Gattung der Porträtstatuen erfüllte in Griechenland zentrale gesellschaftliche Aufgaben. Seit dem späten 5. Jh. v. Chr. haben auch andere Gesellschaften die Möglichkeiten des Porträts für eigene Zwecke übernommen. Das gilt für Mittelitalien ebenso wie für Zypern und die westlichen Randgebiete des Perserreiches. Die Expansion des hellenistischen Kulturraums seit Alexander dem Großen machte auch die Länder Mittelasiens mit den Möglichkeiten des Porträts bekannt und führte dazu, das entsprechende Phänomene eine weite Verbreitung fanden. Später war es vor allem und in besonderem Maße Rom, das die Bildniskunst instrumentalisierte und für ihre weiträumige Verbreitung sorgte.
Figurations of Cosmology in Media and Arts
Astroculture is a testament to the literary imagination and theoretical innovation of the late Sonja A.J. Neef, who devised the term as an expanding horizon of collaborative research into the powerful gravitational force exerted on culture by astronomical phenomena and imagery. It is also the name of a conference on the topic inspired by Neef and held at the Center for Advanced Studies Morphomata at the University of Cologne in November, 2011. Indeed, Astroculture is a perfect instance of a morphome, the overall target of the Cologne College’s ongoing symposia: a persistent trope or topos of cultural fascination and transcription appearing across a gamut of civilizations and historical periods. Commentary in this volume ranges from Claudius Ptolemy’s mapping of the universe and the emergence of a pluralistic cosmology in seventeenth-century Europe to the spread of planetariums, the Whole Earth Catalog, and the contemporary artwork of Ingo Günter. With interventions by David Aubin, Lucía Ayala, Monika Bernold, Dietrich Boschung, Bruce Clarke, Gerd Graßhof, Hans-Christian von Hermann, Martina Leeker, Patricia Pisters, and Henry Sussman.
Der Tagungsband untersucht konkrete Ausformungen von geographischem Wissen mit Schwerpunkt im Bereich der Antike und mit kulturvergleichenden sowie neuzeitlichen Ausblicken.
Angestrebt wird, möglichst unterschiedliche Ausprägungen von geographischen Erkenntnissen vor einem möglichst weiten historischen und kulturellen Horizont darzustellen. So reicht das Spektrum der Beiträge von der jungsteinzeitlichen Wandmalerei (Çatal Hüyük) über Homers berühmten Schiffskatalog und antike Straßenverzeichnisse bis zu Allegorien der vier Erdteile in der Kunst der Neuzeit - schließt aber auch den neuentdeckten "Grazer Paravent" mit der Darstellung Ôsakas vom Anfang des 17. Jahrhunderts ein.
Aspekte eines kulturhistorischen Konzepts
Biography of Objects vereint die Beiträge eines 2014 am Internationalen Kolleg Morphomata in Köln veran-
stalteten Workshops gleichen Titels, der Vertreter aus unterschiedlichen Disziplinen – Ethnologie, Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Germanistik – zur Diskussion zusammenführte.
Zu Wort kommen verschiedene, durchaus konträre Positionen zu dieser Perspektive der ›Objektbiographie‹ auf Materielle Kultur und Objektschicksale. Damit eröffnet der Band auch einen Einblick in die Reflexion und aktuelle Kritik dieses Deutungsansatzes in den verschiedenen Fächern, sowie Versuche, diesen Zugang zu einem möglichen Verständnis des Materiellen für spezifische Fragestellungen fruchtbar zu machen.
Warum gibt es vier Jahreszeiten? Gibt oder gab es Kulturen, bei denen nicht vier Jahreszeiten das Jahr ausmachen? Was bedeutet das wiederum für unsere fest verankerte Vorstellung von den vier Jahreszeiten? Welches Zeitmodell steht hinter der Idee der Jahreszeiten? Und: was bedeutet eine solche Einteilung in unserer Kulturepoche, in der die Grenzen zwischen den Jahreszeiten zunehmend verschwimmen? Solchen und weiteren Fragen zum Thema »Jahreszeiten im Wandel der Kulturen und Zeiten« widmet sich der Sammelband, der auf eine im Sommer 2011 in Köln veranstaltete Tagung zurückgeht. Entsprechend der Zielsetzung des Internationalen Kollegs Morphomata behandelt er das Thema sowohl diachron als auch im Kulturvergleich. Anhand von Fallbeispielen wird erstmalig ein umfassender Einblick in die divergierenden Bilder der Jahreszeiten in Meteorologie, Ritual und Kunst geboten, wobei neben den ›klassischen‹ Jahres zeitenvorstellungen (von der römischen Antike bis in die Kunst der Gegenwart) auch von diesem für uns ›tradi tio nellen‹ Modell abweichende Jahreszeitenvorstellungen (etwa in Mesopotamien, Ägypten, Altamerika, aber auch im antiken Griechenland) in den Blick genommen werden.
In den Herrschaftssystemen der Vormoderne beruhte Macht zu einem erheblichen Teil auf Vorstellungen von einer besonderen Ausstrahlung der Herrschenden.
Der Band untersucht, wie seit der griechisch-römischen Antike Vorstellungen vom Charisma des Herrschers ihren Ausdruck fanden. Es geht um die numinose Aura, mit der die privilegierte Nähe vormoderner Herrscher zu göttlichen Wesen bezeichnet wurde. Diese war Ausdruck außergewöhnlicher Fähigkeiten. Für die Durchsetzung von Machtansprüchen war es entscheidend, dass diese Besonderheit überzeugend vermittelt wurde, die Zustimmung der Beherrschten fand und ihre Bereitschaft weckte, dem Herrscher »entgegen zu arbeiten«. Dabei wird für die Zeit des Hellenismus und der römischen Kaiserzeit ein breites Spektrum aufgezeigt. Einen zweiten Teil nehmen entsprechende Phänomene aus anderen Epochen und Kulturen ein.