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  • Author or Editor: Elisabeth Weisser-Lohmann x
  • Literature and Cultural Studies x
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Von privater Kunstbegeisterung zur kulturellen Akzeptation der Kunst
Die Entdeckung der 'Kunst als Kulturgut' hat ihren geschichtlichen Ursprung in der politischen Neuordnung Europas zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Nach dem Ende des ›Heiligen Römischen Reiches‹ wird im Zuge der Ablösung des Absolutismus Kunst als kulturelles Gut wahrgenommen. Die Künste sind nicht länger vorrangig Gegenstand des Kultus bzw. Mittel fürstlicher Machtdemonstration; Kunst wird vielmehr zu einem Medium der politischen Neugestaltung. Der erste Band dokumentiert an einer privaten Kunstsammlung, der Sammlung der Brüder Boisserée den Weg der Kunst aus der Vergessenheit und Missachtung im kulturellen Lebensraum zur gesellschaftlichen Anerkennung.
In Preußen führt der Kunstraub durch Napoleon, der einen ersten Anlauf der öffentlichen Präsentation der Künste aus den Berliner Schlössern abrupt enden lässt, zu einer intensiven Bemühung um die Rückführung der geraubten Güter. Als diese nach 1815 an ihren Ursprungsort Berlin zurückkehren, wird die königliche Kunstsammlung nicht länger dem Privatbesitz des Königs zugeordnet, sondern in einem öffentlichen Museum als nationales Gut dem gesamten Volk zugeeignet.
Gedächtnis - Erinnerung - Geschichte
Die Diskussion um die Bedeutung des Museums wird im dritten Band von Philosophen, Kunsthistorikern und Literaturwissenschaftlern zum Anlass genommen, den Blick zurück zu den Anfängen der Museumsidee, insbesondere zur Idee des Kunstmuseums, zu lenken. Diese Anfänge sind aber, ebenso wie die Idee der Kunstgeschichte überhaupt, unlösbar mit dem Namen Hegels verknüpft. Vor diesem Hintergrund analysieren die Beiträge des Bandes die Verknüpfung von Musealisierung und Reflexion, die Hegel als konstitutives Merkmal einer modernen Gesellschaft bestimmt hatte.
Studien zur Philosophie Oskar Beckers
Der Band enthält neben den wissenschaftlichen Abhandlungen über Oskar Becker im Anhang eine auszugsweise Veröffentlichung von Beckers Bonner Vorlesung von 1956, in der er die »Grundlinien der Anthropologie« in Auseinandersetzung mit Heidegger entwickelt.
Wie in den vorangehenden Studien zur Philosophie Oskar Beckers erweist sich auch in den Beispielen der philosophischen Auseinandersetzung, die in diesem Band vorgelegt werden, dass vom Ansatz und der Weiterführung der transzendentalen Phänomenologie zahlreiche Brückenschläge zu gegenwärtig zunächst disparat scheinenden Versuchen einer systematischen Philosophie möglich sind und auch fruchtbar werden können. Dies zunächst im Sinne einer in der Diskussion zwischen Paul Lorenzen und Oskar Becker nicht grundsätzlich ausgeschlossenen Nähe, dann aber auch im Sinne der kulturalistischen Weiterführung des Erlanger Konstruktivismus.