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  • Author or Editor: Eva Schürmann x
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In: Erscheinung und Ereignis
Zur Zeitlichkeit des Bildes
Bilder sind, anders als es eine hartnäckige ästhetische Tradition will, nicht bloß Raumkünste, sondern gehorchen einer ganz eigenen Zeitlichkeit. Was auf der Bildoberfläche liegt, ist bereits mit einem Blick zu erfassen, und doch entfaltet sich der ganze Detailreichtum der Bilderscheinung erst ganz allmählich. Diesem langsamen In-Erscheinung-Treten der Bilder steht die Plötzlichkeit gegenüber, mit der sie auftauchen und wieder verschwinden. Sie bannen einzelne Augenblicke, wirken dadurch oft schockhaft, traumatisch, überfordernd; selbst in filmischen Sequenzen tritt dieses Plötzliche auf, in Momenten der Montage und des Blickwechsels. Erscheinung und Ereignis versammelt 10 Beiträge aus Philosophie und Kunstwissenschaft, die aus verschiedener Perspektive nach den eigentümlichen Rhythmen, Chronologien und Zeitläufen des Ikonischen fragen.
Merleau-Ponty zum Hundertsten
Merleau-Ponty, der Denker des Sichtbaren und des Unsichtba-ren, beschäftigte sich Zeit seines Lebens mit dem Motivkomplex „Kunst – Bild – Wahrnehmung – Blick“. Dieser Band zu seinem hundertsten Geburtstag würdigt seine innovativen Vorstöße und öffnet die durch den frühen Tod unterbrochenen Gedankengän-ge produktiv für neue Analysen zu dieser komplexen Thematik. Bill Viola sagte einmal in der Sprache Merleau-Pontys, dass „jede Kunstform vor allem das Unsichtbare abbilde. Aus diesem Grund besitzen Kunstwerke die Fähigkeit, uns über große Entfer-nungen hinweg im Hier und Jetzt zu berühren.“ Der Band geht diesen Potenzialen nicht nur in philosophischen Analysen zum Motivkomplex nach, sondern präsentiert auch die Resonan-zen, die dieses Denken in der Kunst hinterlassen hat.