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HerausgeberInnen: Olaf Breidbach und Hartmut Rosa
Die Impulse der Aufklärung, insbesondere die Ideen und Leitbilder der Selbstbestimmung und Selbstverantwortung, aber auch die der Gestaltbarkeit von Geschichte und Gesellschaft, haben bis heute ihre Geltung behalten und wirken noch immer orientierend. Im ersten Band der Reihe 'Laboratorium Aufklärung' unternehmen deshalb Wissenschaftler ganz unterschiedlicher Disziplinen den Versuch, aus der Perspektive ihrer Fächer Laboratoriumssituationen im 18. Jahrhundert und in der Gegenwart aufzuzeigen und danach zu fragen, welche Bedeutung die Beschäftigung mit der Aufklärung für die heutige Moderne haben kann und umgekehrt, ob und wie sich heute eine neues Bild der Aufklärung formt.
Religiöse Erfahrungen in deutschsprachiger Prosa der ästhetischen Moderne
Seit den frühen Schriftzeugnissen ist die religiöse Erfahrung ein zentraler Topos. Ihre vielfältigen Formen und Funktionen kennzeichnen nicht nur kosmologische und prophetische Texte, sondern ebenso philosophische Dialoge sowie Epos, Drama und Lyrik.
In der Romantik markieren Form und Funktion von religiösen Erfahrungen eine ideengeschichtliche Zäsur, die für die ästhetische Moderne konstitutiv ist. Deren Auswirkungen widmet sich die hier vorliegende Studie anhand der systematischen Analyse von Epiphanien in deutschsprachiger Prosa der Romantik und der 1920er bis 1950er Jahre. Dabei zeigt sich, dass traditionelle und aufklärerische Darstellungsverfahren religiöser Erfahrungen sowie die Sakralisierung von Profanem ineinandergreifen. Epiphanien sind gerade im Ausgang von individuellen sowie historischen Krisenerfahrungen Ausdruck der literarästhetischen Herstellung und Reflexion sakraler Deutungsschemata.
HerausgeberInnen: Daniel Fulda, Stefan Matuschek und Hartmut Rosa
Dass Aufklärung nötig sei, hört man derzeit häufig in öffentlichen Debatten. Die innovativen Konzepte und Praktiken des 18. Jahrhunderts gelten weiterhin und sogar wieder verstärkt als Grundlagen der westlichen Moderne und ihrer Versprechen von Freiheit und Humanität. Freilich entwickelten die Aufklärer durchaus divergierende Vorstellungen von den Fähigkei-ten und Aufgaben des Menschen, von Religion und Vernunft, von Literatur, Kunst und Wissen¬schaft, von Staat, Gesellschaft und Bürgerlichkeit. Ihre Entwürfe und Kontroversen als Laboratorium zu begreifen heißt, sie auf ihre bis heute wirksamen Potenziale zu befragen. Genau das ist das Anliegen dieser Reihe. Sie vermittelt den historischen Bezug auf das 18. Jahrhundert mit der Gegenwart – in der Absicht, Impulse der Aufklärung zwischen ihrer klassischen Epoche und heutigen Debatten produktiv zu machen. Fachlich soll sie den Dialog zwischen der Literaturwissenschaft und den anderen Geistes- und Sozialwissenschaften fördern. Die historische wie jede Aufklärung möchte sie als in sich spannungsvolles und deshalb anhaltend aktuelles Unternehmen profilieren.