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In: Bild, Blick, Berührung
In: Fassaden?
In: Das Orale
In: Intermedialität - Analog /Digital
Die Mundhöhle in Kulturgeschichte und Zahnmedizin
Das Buch zur kulturellen und medizinischen Bedeutung des Oralen und des Dentalen ist die erste Publikation dieser Art. Es ist der Versuch, den Bedeutungswandel zahnmedizinischer Praxis im Zusammenhang mit aktuellen gesellschaftlichen Strömungen und Umbrüchen sowie im historischen Kontext darzustellen. Geboten wird eine integrale Gesamtansicht nicht nur der Zahnmedizin sondern auch der anthropologischen, kulturellen, ästhetischen, linguistischen, künstlerischen und psychodynamischen Dimension des "Mundwerks" vom Mythos bis zur neuesten Gegenwart.
Die kulturgeschichtliche, medizinische und praxisanalytische Ausrichtung des Buches ist nicht nur an Zahnärzte gerichtet, für die das Buch eine Erweiterung ihres fachlichen Horizonts und zugleich eine spannende Lektüre und Augenweide ist. Vielmehr ist der Band aufgrund seiner kulturwissenschaftlichen Ausrichtung (Körperforschung, Bild- und Wissenschaftsgeschichte, cultural studies, Psychoanalyse) auch an Leser mit geisteswissenschaftlichem oder kulturinteressiertem Hintergrund adressiert. Namhafte Künstler und Schriftsteller ergänzen die wissenschaftlichen Perspektiven auf das einzigartig multiple Organ des Menschen - seinen Mund.

Historische, numismatische und philologische Untersuchungen auf Grundlage des Bestandes im Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Anders als erzählende Quellen berichten uns merowingische Monetarmünzen für die Zeit von etwa 585 bis 670 von einer staatlichen Ordnung des Merowingerreiches und über die bisher nicht wahrgenommene Funktionselite der Monetare, deren über 1200 Namen eine zentrale Quelle der Sprachwissenschaften darstellen und die mit über 600 Orten verbunden sind. Der Band versammelt Münzabbildungen und Beschreibungen, sprachwissenschaftliche Kommentare zu allen Personennamen der Münzen des Berliner Bestandes, Kommentare zu Hauptorten der Münzprägung sowie Einführungen in sprachliche, numismatische, politische, wirtschaftliche, rechtliche und kulturelle Bedingungen der Zeit in Gallien.
Zeigen und Verbergen von Geschichte in der Kunst
Series:  dynamis
Der Rückgriff auf historische Kunstformen offenbart für manche, wie etwa Gehlen (1974), sowohl den bedauernswertenVerlust von Innovation wie den von Geschichtlichkeit und Geschichte. Die Beiträger¬_innen des vorliegenden Bandes schließen sich dieser Klage nicht an.
Vielmehr gilt es in Anlehnung an jüngere Forschungen zu prüfen, in welchem Maß der postulierte Verlust von Innovation und Geschichte tatsächlich zutrifft und mit welchen Argumenten sich der Behauptung widersprechen lässt. Die Beiträge gehen diesen Fragen nicht nur an Beispielen der zeitgenössischen Kunst nach. Die Problematik wird vielmehr historisch verlängert, indem auch Auseinandersetzungen der modernen und vormodernen Kunst mit ihren sogenannten Vorbildern berücksichtigt werden. So ermöglichen die hier versammelten Beiträge, eine Gegenthese zu formulieren: da Kunst stets retrograd referenziell verfährt und daraus ihre Innovation resultiert kann sie gar nicht geschichtslos sein kann.
Für die deutsche Literatur gilt das 11. Jahrhundert als ein Zeitalter des Wiederbeginns. Nach dem Ende der althochdeutschen Literatur beginnt in der zweiten Jahrhunderthälfte eine frühmittelhochdeutsche Textproduktion, die in direkter Linie in eine bis heute reichende literarische Tradition hineinzuführen scheint. Dieses euphorische Bild eines Wiederbeginns modifiziert der vorliegende Band. Neben den Innovationen wird auch die Traditionalität der deutschen Texte und Glossen dieser Zeit vorgeführt, neben den epochalen Brüchen wird auch für Kontinuitäten plädiert. Auf der Grundlage von interdisziplinären Epochendarstellungen zu Sprache, Geschichte und Wissenschaft des 11. Jahrhunderts versammelt der Band dazu Einzeluntersuchungen zu den prominenten Zeugnissen und Personen der Zeit, die die Frühmittelhochdeutsche Literatur in ein neues Licht rücken.
Herausforderungen eines kulturwissenschaftlichen Paradigmenwechsels in den Altertumswissenschaften
Für die ägyptologische Methodik und Didaktik stellt der gegenwärtige kulturwissenschaftliche Paradigmenwechsel eine besondere Herausforderung dar. In 38 Beiträgen werden die vielfältigen epistemologischen Schwierigkeiten, aber auch die Chancen diskutiert, die sich aus dem kulturwissenschaftlichen Paradigmenwechsel ergeben. Aus dem Gespräch von Ägyptologie, Kultur-, Geschichts- und Religionswissenschaft, Linguistik, Archäologie und Museologie ergeben sich neue Perspektiven. Nicht zuletzt gelingt es den Beiträgen, Impulse für die Entwicklung fachübergreifender Fragestellungen der verschiedensten kulturwissenschaftlichen Diskurse zu geben.
Münzen sind für das Mittelalter lange Zeit vor allem eine Sache der Numismatiker geblieben. Erstmalig wird nun mit einem großen Münzbestand eine zentrale Quelle zum Verständnis der europäischen Frühgeschichte aus den verschiedensten fachlichen Perspektiven und Forschungstraditionen heraus in einem gemeinsamen Unternehmen untersucht und für die weitere Forschung aufbereitet.
Mehrere tausend merowingische Goldmünzen des 7. Jahrhunderts haben das Potential, unsere Sicht auf den Epochenwandel wesentlich zu verändern, und dies, obwohl die meisten von Ihnen seit über 100 Jahren gut bekannt sind. Es ist der Erkenntnisgewinn mehrerer Fächer, der es möglich macht, diesen einzigartigen Quellenbestand in seinem Wert für das Verständnis des 7. Jahrhunderts in Gallien neu zu bewerten.