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in Essays zur Film-Philosophie
in Das Planetarische
in Kunst/Fernsehen
HerausgeberInnen: Oliver Fahle und Lorenz Engell
Das Fernsehen hat den Weltzugriff der späten Moderne bestimmt. Es hat eine globale Wahrnehmung ermöglicht, dabei neue synthetische und spezifische Zeitverhältnisse ausgebildet und Bedingungen für den Konsens festgelegt. Es hat Wahrnehmung und Kommunikation organisiert und mit ihnen und zwischen ihnen auch das Denkvermögen. Es hat das Denken unter Bedingungen gesetzt und ein eigenes Denken in Bewegung gebracht. Die Formen des Fernsehens sind zugleich Medium solcher Denkbewegungen. Sie verdichten sich zu philosophischen Figuren dort, wo sie die Reflexion des Mediums auf sei-ne eigenen Denkmöglichkeiten und Denkbedingungen freilegen. Fernsehen arbeitet und denkt dabei in den Kategorien des Bildes, des Ereignisses und der Serie. Philosophie des Fernsehens ist der Versuch, diese dem Fernsehen eigenen Formen durch begriffliche Reflexion zu modellieren und sie im Medium der Theoriesprache zu rekonstruieren, ohne sie ihr aber zu unterwerfen oder zu subsumieren. Aus dem Inhalt: Ludwig Nagl Philosophische Perspektiven des Fernsehens Alexander Roesler Warum es keine Philosophie des Fernsehens geben kann Ralf Adelmann Das Bild des Fernsehens Claudia Blümle Blue Box Richard Dienstag Still Life and Real Time Oliver Fahle Das Bild und das Sichtbare Markus Stauff Caldwell und das Fernsehbild Mary Ann Doane Information, Crisis, Catastrophy Lorenz Engell Das Ende des Fernsehens Kay Kirchmann Das Fernsehen als konjunktivistisches Medium Matthias Thiele Der ganz normale Wahnsinn Hartmut Winkler Nicht handeln Wolfgang Beilenhoff Serien und Formen Heidemarie Schuhmacher Gefühle in Serie Vrääth Öhner Von der Gewöhnlichkeit des Unheimlichen Jürgen Trinks Phantasie – Möglichkeit – Serialität
in Essays zur Film-Philosophie
in Essays zur Film-Philosophie
Reihe: Film Denken
Vier Leitkonzepte der Film-Philosophie werden vorgestellt: der Affekt, die Agentur, die Aufhebung und das Außen. Entwickelt und erprobt werden diese Konzepte in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Filmen, insbesondere mit einer der spektakulärsten Filminstallationen der letzten Jahre, Christian Marclays »The Clock«.
Film-Philosophie hat es mit zweierlei Problemstellung zu tun: Zum einen mit Fragen, die den Status des bewegten Bildes als eines eigenwilligen Gegenstands der Wahrnehmung und der Erfahrung betreffen sowie die Natur des kinematographischen Raums und der filmischen Zeit, die Spezifik der filmischen Logik oder der audiovisuellen Argumentation. Zum anderen mit weiter ausgreifenden Fragen, wie derjenigen nach dem Menschen, nach dem Ästhetischen, nach dem Wissen oder der Geschichte, nach der Ordnung der Dinge. Am Kreuzungspunkt dieser beiden Tendenzen sind die hier versammelten Essays und ihre Leitkonzepte situiert.
Medien in der digitalen Kultur
Reihe: Forum
Längst ist der Computer keine Rechen- oder Schreibmaschine mehr, sondern ein Mehrzweck-Medium, das zunehmend mehr Funktionen integriert. Schon jetzt fungiert ein Computer als Telefon, Fax, Fernsehgerät, Kamera, persönlicher Assistent, Einheit zur Videokonferenz oder Spielzeug. Eingebunden in das Internet dient er als Nachschlagewerk und Wissensquelle. Der Band geht in zwölf Texten den Spuren der digitalen Evolution nach. Sie beschäftigen sich in historischen Analysen mit den Veränderungen, die die Medien durch die Digitalisierung erfahren, prognostizieren zukünftige Entwicklungen und geben theoretische Ausblicke.
Reihe: Film Denken
Mit der Übersetzung von Jean Louis Schefers enigmatischem Buch L’homme ordinaire du cinéma (1980/1997) wird dem deutschsprachigen Raum ein Text zugänglich gemacht, der in der französischen Filmphilosophie (und darüber hinaus) vielfach verzweigte Spuren hinterließ und die Grenzen wie Möglichkeiten des Film-Denkens neu auslotete. Gehst Du oft ins Kino? Ich gehe oft in die Zeit selbst: Das Kino ist die einzige Erfahrung, in der mir die Zeit als Wahrnehmung gegeben ist. Wenn das, was ich vom Film im Gedächtnis behalte, auch unwahrscheinlich und den ständigen Launen meiner Vorstellungskraft unterworfen ist, so bin ich mir – wegen dieser neuen Zeit, die ich genießen könnte – vielleicht doch sicher, ins Kino zu gehen. Was nimmst Du denn von diesem oder jenem Film wahr, was nimmst Du daraus mit? Dank der Szenarien und Bilder, die mehr oder weniger schnell die Gewalt jener Gefühle einfangen, die sich sonst an nichts heften würden, wohnen wir sicherlich dem noch unverständlichen Schauspiel des »sichtbaren Menschen« bei. Eines Menschen, dessen Seele, Geist und Denken nur aus den vorgeführten Aktionen bestehen, in die Verhaltensweisen wie Organe transplantiert sind. Und der gewöhnliche Mensch des Kinos? Das ist zweifellos jeder von uns: derjenige, dessen Lustobjekte sich in Objekte des Wissens verwandeln, nicht umgekehrt. Es ist ein Zuschauer. Und warum gehst Du ins Kino? Ich weiß nicht. Oder vielmehr, ich dachte, verstanden zu haben, dass ich dorthin gehe, um diese Welt und diese Zeit zu sehen, die unsere Kindheit angeschaut haben. Ist das alles? Nein! Aber wer hat jemals behauptet, dass der Beginn der Welt die Totalität der Welt wäre. Jean Louis Schefer